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Die Vermögensfrage : Das werden 2015 die besten Geldanlagen sein

  • -Aktualisiert am

Was aber macht eine Frau mit einer Million, die sie bei Günter Jauch gewonnen, von ihren Eltern geerbt, nach einer Scheidung ausbezahlt oder durch harte Arbeit verdient hat? Die erste Empfehlung an alleinstehende Damen dürfte der Hinweis sein, auf keinen Fall über das Geld zu reden, um sich vor Liebesschwüren und Heiratsanträgen arbeitsscheuer oder verarmter Männer zu schützen. Der erste Rat an verheiratete Frauen ist der Verweis auf einen „wasserdichten“ Ehevertrag, weil kein Mensch weiß, was die Zukunft bringen wird.

Betrachten wir heute eine Frau mit einem Vermögen von 2,2 Millionen Euro. Die Frau ist 60 Jahre alt und hat den Großteil des Geldes von ihrem Mann geerbt, der vor einem Jahr gestorben ist. Seitdem geht es der Witwe im wahrsten Sinne des Wortes durchwachsen. Auf der einen Seite fühlt sie frei, weil die Ehe in den letzten Jahren mehr Verdruss als Genuss war, doch auf der anderen Seite ist sie bedrückt, weil der Verlust doch Spuren hinterlassen hat. Hinzu kommt die Sorge um das Geld. Was soll mit dem Vermögen geschehen, das in Tabelle 1 steht: Bargeld von 370.000 Euro, Anleihen und Rentenansprüche von 660.000 Euro, Immobilien von einer Million Euro und Aktien von 200.000 Euro?

Beste Vorsorge ist die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben

Ruhe ist in diesem Fall oberste Bürgerpflicht, und das gilt auch in anderen Kreisen. Es ist egal, ob bei der Aufstellung des Vermögens eine Summe von 200.000 Euro oder zwei Millionen Euro zusammenkommt. Wichtig ist allein die Bereitschaft, nüchtern Bilanz zu ziehen und nicht in Hektik zu verfallen, das Geld der Hausbank in die Hand zu drücken. Das würde mit hoher Wahrscheinlichkeit mächtig ins Geld gehen. 2.230.000 Euro minus Rentenansprüche (530.000 Euro) und Eigenheim (500.000 Euro) und Ferienwohnung (200.000 Euro) führen zu einem „umschichtbaren“ Betrag von einer Million Euro. Wenn das Geld in Investmentfonds gepackt wird, winkt eine Provision von 50.000 Euro und für jedes Jahr, in dem das Geld in diesen Töpfen liegen bleibt, gibt es eine „Vertriebsfolgeprovision“ von 1 Prozent, so dass die Witwe in finanzieller Hinsicht eine fette „Zehnprozenterin“ ist, wenn sie fünf Jahre lange im Depot der Bank liegt.

Der drohende „Verlust“ von 100.000 Euro wäre ein herbe Erfahrung. Das muss aber nicht sein, das sollte nicht sein, und die beste Vorsorge ist die Übersicht über die laufenden Einnahmen und Ausgaben. In Tabelle 2 ist zu sehen, dass die monatlichen Einnahmen aus zwei Renten bestehen. Sie betragen 2500 Euro pro Monat beziehungsweise 30.000 Euro pro Jahr. Die Steuern sind kaum der Rede wert, so dass diese Abgaben in der Aufstellung gar nicht auftauchen. Viel wichtiger sind die laufenden Ausgaben. Sie liegen bei 66.000 Euro pro Jahr oder 5500 Euro pro Monat. Fazit: Die monatliche Unterdeckung beträgt 3000 Euro.

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