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Die Vermögensfrage : Aktiensparpläne eignen sich gut für die Altersvorsorge

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Es gibt in Deutschland vier „große“ Aktientüten, in die Monatsraten von 2.000 Euro gesteckt werden können: Basisrente, Leibrente, Investmentfonds und Indexfonds. Die einzelnen Produkte sind in der Öffentlichkeit bekannt, doch viele Anleger sind der Meinung, es handle sich bei diesen Produkten um unterschiedliche Sparverträge. Das ist aber nur bedingt richtig, weil in jedem Sparvertrag letztlich Aktien stecken. Nur ist die Verpackung anders. Die rechtlichen Bedingungen sind unterschiedlich. Die steuerliche Behandlung ist verschieden. Die Gebühren wechseln von Tüte zu Tüte. Das wird im folgenden Vergleich deutlich.

Wie die Basisrente mit Aktien funktioniert

Wenn einmalig oder laufend Geld in Aktien investiert wird, ist es zunächst einmal gleichgültig, in welcher Form das passiert. Die Rendite – bestehend aus Dividenden und Kursen – ist in allen Fällen gleich. Wenn die Verzinsung in Zukunft zum Beispiel bei 5 Prozent liegt, gilt das sowohl für die Basisrente als auch für die Leibrente, den Investmentfonds oder den Indexfonds, weil es der Börse egal ist, wie die Papiere eingekauft und gelagert werden: Plus 5 Prozent sind in allen Fällen plus 5 Prozent, und minus 10 Prozent sind in allen Tüten minus 10 Prozent. Unterschiedlich sind nur die Besteuerung und die Gebühren der Verträge. Teils gilt die Einkommensteuer, teils kommt die Abgeltungsteuer ins Spiel, hier gibt es Provisionen, dort fallen Ausgabeaufschläge an, und die Verwaltungskosten sorgen dafür, dass aus identischen Aktien „unterschiedliche“ Papiere werden.

Die Basisrente auf Aktienbasis gehört zu den Sparplänen der ersten Vorsorgeschicht. Alleinstehende dürfen jedes Jahr bis zu 20.000 Euro, bei Verheirateten gilt der doppelte Satz, in Basisrenten anlegen und die Einzahlungen als Sonderausgaben vom steuerpflichtigen Einkommen abziehen. Das Kapital fließt zu gegebener Zeit in Form einer lebenslangen Rente zurück, und der Anleger muss die Einnahmen in voller Höhe versteuern. Folglich ist die Rüruprente ein Spar- und Rentenplan. Die Provision beträgt bei diesem Vertrag etwa 5 Prozent, und die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei ungefähr 1,5 Prozent. Das führt aus Sicht des Anlegers, der bis zur Pensionierung jährlich 40 Prozent und im Ruhestand jährlich 25 Prozent versteuern muss, nach Steuern zu 204 Einzahlungen von jeweils 1.300 Euro und bei einer Lebenserwartung von 85 Jahren zu 216 Monatsrenten von jeweils 2.500 Euro.

Lohnt sich der Gang zur Hausbank?

Alternativ besteht die Möglichkeit, die Sparraten in eine Leibrente auf Aktienbasis zu stecken. Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Basisrente. Der Anleger bezahlt 204 Raten und erhält 216 Renten. Identisch sind auch die Gebühren. Die Provisionen betragen 5 Prozent je Einzahlung, und die jährliche Verwaltung schlägt mit 1,5 Prozent zu Buche. Die steuerliche Behandlung ist jedoch anders. Die Einzahlungen sind aus versteuertem Geld zu erbringen, und die Renten werden nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Das führt nach Steuern zu monatlichen Einzahlungen von jeweils 2.000 Euro und zu monatlichen Auszahlungen von jeweils 3.100 Euro.

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