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Verbraucherschutz : Banken versprechen mehr Transparenz bei Dispozinsen

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Laut einer Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums haben mehr als 80 Prozent der deutschen Haushalte einen Dispokredit. Bild: dpa

Happige Überziehungszinsen ärgern viele Bankkunden. Wer mit dem Konto oft im Minus ist, soll verstärkt Alternativen angeboten bekommen, sagt die Branche zu. Rufe nach festen Obergrenzen verstummen nicht.

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          Angesichts massiver Kritik an hohen Zinsen fürs Konto-Überziehen wollen Banken und Sparkassen Kunden, die übermäßig lange im Minus sind, stärker auf günstigere Alternativen hinweisen. Geprüft werden sollen auch Maßnahmen für mehr Transparenz, wie die Deutsche Kreditwirtschaft als Dachorganisation der Finanzbranche nach einem Spitzentreffen bei Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) im vergangenen Oktober ankündigte. 

          Aigner sprach von einem „ersten Schritt in die richtige Richtung“. Eine feste Obergrenze für Dispozinsen lehnt Aigner weiter ab. Die SPD forderte eine gesetzliche Regelung. Die Banken stehen in der Kritik, historisch günstige Konditionen bei der eigenen Geldbeschaffung nicht an die Kunden weiterzugeben. Nach Angaben der Stiftung Warentest wurden zuletzt durchschnittlich rund 11 Prozent Zinsen für das Überziehen des Girokontos berechnet, teils lagen die Sätze bei mehr als 14 Prozent. Dagegen hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins, zu dem sich Banken Geld beschaffen können, inzwischen auf das historische Tief von 0,5 Prozent gesenkt.

          Verbraucherzentralen fordern Obergrenze

          Die Kreditwirtschaft betonte, dass diese Differenz nicht mit der Gewinnmarge der Institute gleichzusetzen sei. Der Aufwand, flexible Dispositionskredite bereitzustellen und zu überwachen, sei höher als bei günstigeren Ratenkrediten. Aigner sagte, die Banken hätten endlich erkannt, dass sie vor allem für Kunden Erleichterungen schaffen müssten, die längerfristig im Minus sind. Die Institute hätten zugesagt, mit Betroffenen das Gespräch zu suchen und ihnen eine Umschuldung in einen Ratenkredit oder individuelle Tilgungsvereinbarungen anzubieten.

          Die Ministerin forderte die Branche zudem auf, auch im Internet alle Kosten auf einen Blick transparent zu machen. Die Banken könnten das Vertrauen der Verbraucher nur zurückgewinnen, wenn sie fair und transparent sind. „Hier gibt es für die Branche noch viel zu tun.“ Die SPD im Bundestag forderte, per Gesetz klarzustellen, dass die Höhe der Dispozinsen in einem angemessenen Verhältnis zu den Kosten der Banken stehen müsse. Die Differenz zwischen dem von der Bundesbank festgeschriebenen Basiszinssatz und dem Dispositionszins solle auf maximal 8 Prozentpunkte begrenzt werden. Auch die Verbraucherzentralen fordern eine gesetzliche Obergrenze.

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