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Reiche Eltern, arme Kinder : Die übertriebene Fürsorge der Helikoptereltern

  • -Aktualisiert am

Der Umgang mit Geld geht nicht allen kinderleicht von der Hand weiß Finanzexperte Volker Looman. Bild: Getty

Wenn die Eltern reich sind, profitieren auch die eigenen Kinder davon. Logisch, denn man will ja nicht, dass es der eigenen Brut schlecht geht. Jedoch ist der richtige Umgang mit dem Geld nicht so leicht – für beide Seiten.

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          Nun reicht’s aber, liebe Senioren! Seit Wochen bekomme ich Post von „reichen“ Eltern, die sich Sorgen um ihre „armen“ Kinder machen. Der jüngste Klagebrief stammt aus der Feder eines 80 Jahre alten Beamten. Der rüstige Mann wusste mir zu berichten, er habe eine Tochter, 50 Jahre jung, die Kunstgeschichte studiert hat und von der Hand in den Mund lebt. Leider sei auch der Schwiegersohn aus demselben Holz geschnitzt, und die 20 Jahre alte Enkelin komme mit ihren Flausen ganz nach ihrer Mutter. Daher habe er der Tochter einen namhaften Betrag geschenkt, um in finanzieller Hinsicht endlich auf die Beine zu kommen. Das ist doch wahre Vaterliebe – oder sind Sie anderer Ansicht?

          Ich habe den Eindruck, dass solche Sorgen viele Millionäre umtreiben, die im Krieg geboren worden sind. Es geht um den Konflikt, dass betuchte Eltern auf der einen Seite nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen, und auf der anderen Seite nicht in der Lage sind, das Vermögen schon zu Lebzeiten richtig auf ihre Kinder zu übertragen. Viel interessanter finde ich freilich die Frage, warum diese Kinder in so vielen Fällen kaum Geld verdienen. Darf ich Ihnen das Problem am Beispiel eines 85 Jahre alten Mannes erläutern?

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