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Trinken, Rasen, Telefonieren : Verkehrssünden im Ausland können kostspielig werden

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Ein Vollrausch am Steuer kann im Ausland ganz schön ins Portemonnaie gehen. Bild: picture alliance / ANSA

Auch im Urlaub muss man sich an Verkehrsregeln halten. Wer dies nicht tut, für den kann es ganz schön teuer werden. In manchen Fällen können Autos sogar eingezogen werden.

          Wer im Urlaub gegen Verkehrsregeln verstößt, muss teils deutlich höhere Geldbußen als in Deutschland bezahlen. In manchen Fällen können Autos sogar eingezogen werden - wie jetzt bei einem deutschen Raser in der Schweiz. Bei Fahrten mit viel Alkohol sei dies auch in Italien oder Dänemark möglich, sagt ein ADAC-Sprecher. „Man unterliegt den örtlichen Gepflogenheiten.“ In- und Ausländer müssten gleichermaßen in die Taschen greifen, es werde kein Unterschied gemacht. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg trägt nach ADAC-Angaben für Verstöße im Ausland zwar keine Punkte ein. Wer als Deutscher jedoch in anderen Staaten Verkehrsregeln bricht, kann zum Beispiel in Italien ein Punktekonto bekommen. Beispiele für Buß- und Strafgelder im europäischen Ausland (in Euro, Stand Mai 2014):

          Alkohol am Steuer

          Teuer wird es in Dänemark mit seiner 0,5-Promille- Grenze. Wer erwischt wird, muss mindestens einen Nettomonatsverdienst berappen. In Großbritannien (0,8) können umgerechnet bis zu 5980 Euro fällig werden. In Ungarn mit einer Null-Promille-Grenze sind es maximal 970, Malta (0,8) fordert mindestens 1200. In Deutschland (0,5) beginnen die Geldbußen bei 500 Euro.

          Rasen

          Auch dabei ist Großbritannien nicht zimperlich. Wer mehr als 50 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, zahlt bis zu 2990 Euro. Österreich fordert maximal 2180 Euro, in der Schweiz sind es mindestens 60 Tagessätze - berechnet werden sie nach dem monatlichen Verdienst. Raser in Deutschland müssen bei einer entsprechenden Übertretung mindestens 240 Euro zahlen.

          Rote Ampel

          Wer sie in Norwegen ignoriert, zahlt 630 Euro. In Estland sind es maximal 400, in Finnland mindestens zehn Tagessätze, je nach Verdienst. In Italien kostet der Verstoß mindestens 170 Euro - wer dort nachts eine rote Ampel übersieht, zahlt ein um ein Drittel höheres Bußgeld. In Deutschland werden 90 bis 320 Euro fällig.

          Handy

          Teuer wird es vor allem in den Niederlanden mit 230 Euro. In Spanien zahlen Verkehrssünder mindestens 200, in der Schweiz sind es 85 und in Frankreich mindestens 135. In Italien kostet der Griff zum Mobiltelefon mindestens 160 Euro. In Deutschland sind es 60 Euro.

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