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Onlinebanking : Der langsame Tod der chipTan

Tan-Generator mit Scheckkarte Bild: ddp

Seit einiger Zeit setzen immer mehr Geldinstitute beim Onlinebanking auf Apps, andere Verfahren werden abgestellt. Warum?

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          Bei den Methoden der Banken für die Authentifizierung von Kundenangaben und Überweisungen im Onlinebanking gibt es einen schnellen Wandel: Die Papierliste mit Tan ist schon lange tot, die SMS (mTan) trifft es auch immer häufiger und nun sogar die chipTan. Transaktionsnummern, kurz Tan, braucht man etwa, wenn man online Überweisungen tätigen möchte oder sich gegenüber der Bank digital ausweisen muss. Damit soll die Sicherheit für die Kunden und Banken erhöht werden.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nun schaltet die Postbank das bislang etablierte chipTan-Verfahren ab. Schon im August des vergangenen Jahres wurde dies den Kunden mitgeteilt, ab dem 24. Mai funktioniert es nicht mehr. Die Postbank begründet das folgendermaßen: „Uns ist es wichtig, immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein. Deshalb entwickeln wir unsere Systeme kontinuierlich weiter und überarbeiten regelmäßig unsere Services.“ Warum dann ein Verfahren eingestellt wird, erklärt dies nicht. Hier teilt die Pressestelle mit, dass aufgrund regulatorischer Vorgaben neu ausgegebene Girocards mit einem neuen Chip ausgestattet seien, und die älteren chipTan-Geräte damit nicht mehr funktionierten. Man kann aber auch vermuten, es liege an den Kosten, da zwei (oder mehr) Sicherheitssysteme nun mal teurer sind als nur eines. Mit der Abschaltung der chipTan ist die Postbank als große Filialbank trotzdem halbwegs allein auf weiter Flur. Glaubt man Berichten im Internet, ist die Wut darüber groß – gerade bei Kunden, die sich erst kürzlich einen chipTan-Generator gekauft hatten.

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