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Steuertipp : Vier Prozent Rendite beim Finanzamt

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Nur keine Eile Bild: dpa

Wer zu einem exklusiven Steuerzahlerkreis gehört, hat die Chance für eine vierjährige Anlage beim Finanzamt 4 Prozent zu kassieren. Einfach mit der Steuererklärung warten.

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          6 Prozent Zinsen verlangt das Finanzamt für verspätet gezahlte Steuern. Das ist ein Zinssatz, den es sonst nirgends gibt. Schön wäre es, wenn das Finanzamt auch auf verspätete Rückzahlungen so viel zahlen würde. Das tut es unter bestimmten Voraussetzungen auch, wenngleich nicht für jeden.

          Voraussetzung ist erst einmal, dass zwischen dem Steuerjahr und dem Jahr der Bearbeitung der Steuererklärung viel Zeit vergangen ist. Dies kann man sogar gezielt ausnutzen, allerdings nur, wenn man nicht verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben. Das passt damit nur für abhängig Beschäftigte, die ledig sind und keine weiteren steuerpflichtigen Einnahmen als ihren Arbeitslohn haben. Und eines ist gleichfalls ein Muss: eine Steuererstattung. Das ist logisch – denn nur wenn etwas zum Verzinsen da ist, kann man darauf auch Zinsen bekommen.

          Wer die Erklärung nicht abgeben muss, aber darf, kann sich bis zu vier Jahren Zeit damit lassen. Der Zinslauf beginnt ab dem 15. Monat nach Ende eines Steuerjahres, deswegen ist es geboten, die Abgabe bis zum letztmöglichen Zeitpunkt hinauszuzögern.

          Im Grunde ist dies eine vierjährige Geldanlage: Man leiht dem Finanzamt Geld über vier Jahre mit einem Zinslaufbeginn ab dem 16. Monat. Die Bonität entspricht der von Bundesanleihen. Die Rendite liegt aufgrund der zinsfreien Periode – je nachdem wann das Finanzamt dann die Steuererstattung anweist – bei etwa 4 Prozent. Das ist auch eine ganz ansehnliche Rendite. Nur eines darf nicht passieren: Dass man am Ende vergisst, die Erklärung rechtzeitig abzugeben.

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