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Der Steuertipp : Mit dem Rad zur Arbeit

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Das vernetzte Dienstfahrrad: ein Service von Vodafone. Bild: obs

Welche steuerlichen Folgen sich ergeben, wenn man einen Dienstwagen bekommt – das ist mittlerweile vielen bekannt. Aber was ist eigentlich mit einem Dienstfahrrad?

          Die Klimaanlage auf Hochtouren, die Nerven am Limit – im Stau stehen auf dem Weg zur Arbeit oder von dort nach Hause ist besonders in den Sommermonaten ein wahrer Genuss. Als Alternative: mit dem Fahrrad, auch dem Elektrofahrrad, ins Büro. Und wenn sich daran noch der Arbeitgeber beteiligt, umso besser.

          Ein durchaus beliebtes Modell besteht darin, dass der Arbeitgeber das Fahrrad least und es dem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung überlässt. Der Arbeitnehmer wiederum versteuert den sich daraus ergebenden geldwerten Vorteil und erwirbt das Fahrrad nach Ende der Leasingzeit verbilligt vom Arbeitgeber.

          Doch aufgepasst: Welche steuerlichen Folgen sich ergeben und auf was bei solch einem verbilligten Erwerb zu achten ist, erläutert die Oberfinanzdirektion (OFD) Nordrhein-Westfalen in einer Kurzauskunft vom 17. Mai 2017.

          Vorsicht, wenn der Kauf des Dienstfahrrads günstig ist

          Denn erwirbt der Arbeitnehmer bei Ablauf der Leasingzeit das ihm zunächst überlassene Fahrrad zu einem geringeren Preis als dessen Geldwert, so handelt es sich bei dem Differenzbetrag um steuerpflichtigen Arbeitslohn von dritter Seite.

          Das gilt unabhängig davon, ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer (wirtschaftlicher) Leasingnehmer ist oder ob ein Andienungsrecht beziehungsweise eine Kaufoption vereinbart ist, sowie auch dann, wenn Familienangehörigen des Arbeitnehmers ebenfalls Fahrräder zur Verfügung gestellt werden.

          Dabei lässt es die OFD aus Vereinfachungsgründen zu, den Sachbezugswert eines Fahrrads, das dem Arbeitnehmer aufgrund des Dienstverhältnisses nach üblicherweise 36 Monaten Nutzungsdauer überlassen wird, mit 40 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung (auf volle 100 Euro abgerundet) im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich Umsatzsteuer anzusetzen.

          Erwirbt der Arbeitnehmer das Fahrrad nach Ablauf von drei Jahren zum Beispiel für 700 Euro und betrug die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme 5500 Euro, so ergibt sich ein steuerpflichtiger Arbeitslohn von 1500 Euro.

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