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Steuertipp : Das ändert sich am 1. Januar

  • -Aktualisiert am

Bild: Bengt Fosshag

Zum Jahreswechsel treten einige Änderungen in Kraft, die der Steuerzahler kennen sollte. 2014 gibt es neue Regelungen zur Verpflegungspauschale und die Erstattung der Kosten einer Zweitwohnung wird anders berechnet.

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          Bei beruflich veranlassten Dienstreisen darf der Arbeitnehmer die Verpflegungspauschalen steuerfrei vereinnahmen - entsprechende Vereinbarungen mit seinem Arbeitgeber vorausgesetzt. Vom 1. Januar an wird das Prozedere ein wenig vereinfacht. An die Stelle der bisher dreistufigen Staffelung (6 Euro, 12 Euro, 24 Euro) tritt eine nur noch zweistufige Staffelung (12 Euro und 24 Euro). Die 12 Euro gelten unabhängig von der tatsächlichen Abwesenheitsdauer für die An- und Abreisetage. Das lästige Stundenzählen fällt also nur noch bei eintägigen Reisen an.

          Wenn der Arbeitgeber die Verpflegungspauschalen nicht steuerfrei erstattet, kann der Arbeitnehmer sie als Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung ansetzen. Das ist wie bisher nur während der ersten drei Monate der Auswärtstätigkeit möglich.

          Bezahlt der Arbeitgeber oder auf seine Veranlassung ein Dritter die Verpflegung, sind die Pauschalen entsprechend zu kürzen. Für das Frühstück sind in diesem Fall 4,80 Euro, für Mittag- und Abendessen jeweils 9,60 Euro abzuziehen. Die Finanzverwaltung will diese Kürzungen auch bei einer geschäftlich veranlassten Bewirtung (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG) vornehmen, an der der Arbeitnehmer teilnimmt, kündigt sie in ihrem aktuellen Anwendungsschreiben vom 30. September 2013 an.

          Ein Beispiel: Nach Abschluss eines erfolgreichen Projektes lädt der Arbeitgeber seinen Kunden ein und bittet die beteiligten Mitarbeiter mit dazu. In diesem Fall sind die Verpflegungspauschalen der teilnehmenden Arbeitnehmer entsprechend zu kürzen. Die Pauschalen werden aber nicht gekürzt, wenn in derselben Konstellation nicht der Arbeitgeber, sondern der Kunde einlädt und zahlt.

          Zu Jahresanfang ändert sich auch die Berechnung für die Erstattung der Kosten einer Zweitwohnung, die der Arbeitnehmer im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung hält. Nach wie vor kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer diese Kosten steuerfrei erstatten. Während aber bisher die Quadratmeterzahl der angemieteten Wohnung (bis zu 60 Quadratmeter wurden in der Regel als angemessen anerkannt) den Ausschlag gab, kommt es nun auf die Kosten an. Vom Jahresbeginn 2014 an können nur noch höchstens 1000 Euro steuerfrei ersetzt werden. Die neue Grenze gilt auch für bestehende doppelte Haushaltsführungen. Die übersteigenden Kosten kann er im Übrigen auch nicht als Werbungskosten ansetzen. Vom 1. Januar an muss sich der Arbeitnehmer zudem an den laufenden Kosten des eigenen Hausstandes, der außerhalb des Tätigkeitsortes erforderlich ist, nachweislich mit mehr als zehn Prozent beteiligen.

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