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Der Steuertipp : Zur Fortbildung ins Ausland

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Wenn Arbeitnehmer einige Punkte beachten, wird ihnen bei Fortbildungen Steuerfreiheit gewährt. Bild: Picture-Alliance

Wer sich beruflich fortbildet, dessen Arbeitslohn ist oft steuerpflichtig. Doch wenn Arbeitnehmer einige Punkte beachten, kann ihnen Steuerfreiheit gewährt werden.

          Fortbildungen, die Arbeitnehmer im Rahmen ihres Berufes vornehmen und deren Kosten durch den Arbeitgeber getragen werden, können zu steuerpflichtigem Arbeitslohn des Arbeitnehmers führen. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Fort- oder Weiterbildung nicht im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers steht.

          Damit die Kostenübernahme im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers vom Finanzamt anerkannt wird und dem Arbeitnehmer dadurch (Lohn-)Steuerfreiheit gewährt wird, gilt es einige Punkte zu beachten. So sollten die Rechnungen an den Arbeitgeber adressiert werden, oder die Kostenübernahme durch den Arbeitgeber wird im Vorhinein schriftlich vereinbart. Die Anrechnung der Fortbildungszeit als Arbeitszeit zählt nicht als zwingendes Kriterium, sondern dient nur als Indiz für das eigenbetriebliche Interesse. Erkennt die Finanzverwaltung das eigenbetriebliche Interesse des Arbeitgebers an, so führt die Kostentragung nicht zu steuerpflichtigem Arbeitslohn.

          Der Veranstaltungsort ist entscheidend

          Bei Fortbildungen im Ausland ist zu prüfen, ob hierbei eine Belohnung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber (Incentive-Reise) vorliegt, was zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führen würde. Hierbei ist der Veranstaltungsort entscheidend. Findet die Fortbildung in der EU, im Europäischen Wirtschaftsraum EWR (Island, Liechtenstein und Norwegen) oder der Schweiz statt, kann aufgrund des Veranstaltungsortes im Ausland nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass es sich um eine vom Arbeitnehmer zu versteuernde Belohnung handelt. Gemäß europarechtlichen Vorgaben (Dienstleistungsfreiheit) darf eine Fortbildungsveranstaltung in einem der obengenannten Staaten nicht anders behandelt werden als eine Fortbildung im Inland.

          Dieser Grundsatz ist auf Fortbildungen außerhalb der EU, des EWR oder der Schweiz nicht anwendbar. Deshalb könnte die Finanzverwaltung bei Fortbildungsreisen ins außereuropäische Ausland im Zweifel von einem Belohnungscharakter der Veranstaltung ausgehen, was beim Arbeitnehmer zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führt.

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