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Von der Steuer absetzen : Neue Chance für das Arbeitszimmer

  • Aktualisiert am

Dieses Arbeitszimmer ist wahrscheinlich auch privat genutzt. Bild: picture alliance / dpa

Wer sein Arbeitszimmer gelegentlich privat nutzt, kann es bisher nicht von der Steuer abziehen. Das könnte sich bald ändern. Steuerzahler sollten schon jetzt auf ihre Steuererklärung achten.

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          Freiberufler und Arbeitnehmer können womöglich bald auch die Kosten für ein teilweise privat genutztes Arbeitszimmer zu Hause bei der Steuer absetzen. Der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) wird entscheiden, ob die private Nutzung künftig einfach von den Gesamtkosten abgezogen und der Rest dann als Betriebskosten bei der Steuer geltende gemacht werden kann, wie der BFH am Mittwoch in München mitteilte. Bislang können nur Aufwendungen für ausschließlich beruflich genutzte Arbeitszimmer als Werbungskosten abgesetzt werden. (Az. IX R 23/12)

          Der IX. Senat des Gerichts hatte sich für eine Aufteilbarkeit der Kosten ausgesprochen, um auch Arbeitszimmer bei der Steuer zu berücksichtigen, die nur teilweise beruflich genutzt werden. Der Große Senat des BFH soll diese Rechtsfrage nun grundsätzlich klären.

          Im Ausgangsfall hatte ein Selbstständiger geklagt, weil er die Kosten für sein nachweislich zu 60 Prozent beruflich genutztes Arbeitszimmer auch entsprechend als Werbungskosten geltend machen wollte. Wer so ein Arbeitszimmer hat hat, sollte es schon einmal in die nächste Steuererklärung aufnehmen und gegen die Steuererklärung Einspruch einlegen. Falls noch ein alter Steuerbescheid offen ist, kann sich auch ein Einspruch dagegen lohnen.

          Die anstehende Entscheidung des BFH ist auch für Lehrer und andere Beschäftigte von Bedeutung, wenn ihnen für ihre Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Diese Beschäftigten können seit 2010 Kosten für Arbeitszimmer zu Hause bei der Steuer mit einem Betrag von maximal 1250 Euro im Jahr als Werbungskosten geltend machen. Dieser Höchstsatz ist aber kein Pauschbetrag, sondern muss im Einzelfall nachgewiesen werden.

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