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Selbstanzeigen : Die Steuersünder lassen nicht nach

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Weniger Steuer-CDs – doch die Steuersünder haben trotzdem noch ein schlechtes Gewissen. Bild: dpa

Die Steuer-CDs sind aus den Schlagzeilen, die Gesetze sind verschärft – trotzdem zeigen sich noch viele Steuerzahler selbst an.

          Trotz einer Strafverschärfung zeigen sich in Deutschland weiterhin viele Steuersünder selbst an. Im ersten Halbjahr 2015 gaben 10.512 Bundesbürger, die Schwarzgeld im Ausland hatten, eine Steuer-Nacherklärung ab, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Umfrage in den Finanzministerien der Bundesländer berichtete. „Das ist viel, und viel mehr als zu erwarten war“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler.

          Zwar gab es im Rekordjahr 2014 insgesamt rund 40.000 Selbstanzeigen. 10.000 Selbstanzeigen sind aber schon mehr als in den gesamten Jahren 2011 und 2012. Dabei sind seit dem 1. Januar die Strafzuschläge und die Informationsanforderungen an die Steuersünder gestiegen. Experten hatten daher für dieses Jahr einen deutlicheren Rückgang der Selbstanzeigen erwartet.

          Die derzeitige Entwicklung zeige, „wie groß das Problem mit Schwarzgeld im Ausland war und ist“, sagt Eigenthaler. Die meisten Selbstanzeigen wurden dem Bericht zufolge im ersten Halbjahr in Nordrhein-Westfalen registriert, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern.

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