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Der Steuertipp : Achtung, Grundsteuer!

  • -Aktualisiert am

Jeder Euro zählt beim Sparen. Bild: dpa

Sie sind Vermieter und haben leerstehende Wohnungen? Dann könnten sie ordentlich bei der Grundsteuer sparen. Wie das geht, erklärt Ihnen unser Steuerfachmann.

          Derzeit ringen die Landesfinanzminister zusammen mit dem Bundesfinanzminister heftig um eine Grundsteuerreform und um die Neubewertung von mehr als 35 Millionen Immobilien. Dabei sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren, dass der 31. März ein wichtiger Termin für Wohnungsvermieter im Zusammenhang mit der Grundsteuer ist. Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Wohnungsvermieter nämlich bei Leerstand oder Nichtbezahlung der Miete durch den Mieter einen formlosen Antrag auf Grundsteuerteilerlass für das Vorjahr stellen.

          Zu beachten ist hierbei, dass es sich bei der Frist für den Antrag auf Erlass der Grundsteuer um eine gesetzliche Frist handelt, die grundsätzlich nicht verlängert werden kann. Ausnahmen bestehen lediglich, wenn der Termin auf einen Sonntag oder auf einen Feiertag fällt. Da der 31. März in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, verlängert sich daher die Frist bis zum 1. April 2019.

          Kein selbst verschuldeter Mietausfall

          Der Grundsteuerteilerlass wird hierbei in Abhängigkeit von der Höhe des Mietausfalls gestaffelt gewährt. Sind die tatsächlichen Mieteinnahmen um mehr als 50 Prozent niedriger als die übliche Jahreskaltmiete (die Experten sprechen von Jahresrohmiete), so wird auf Antrag des Vermieters die Grundsteuer in Höhe von 25 Prozent erlassen. Wurde gar keine Jahresrohmiete bezahlt, ist die Grundsteuer sogar in Höhe von 50 Prozent zu erlassen. Auf die wirtschaftlichen Gesamtverhältnisse des Wohnungsvermieters oder das Wohlwollen des Sachbearbeiters kommt es nicht an. Allerdings gilt diese Ermäßigung nicht für selbstgenutzte Wohnungen, die beispielsweise leer stehen, weil der Bewohner jedes Jahr mehrere Monate im Ausland verbringt oder dauerhaft oder übergangsweise in ein Pflegeheim umziehen musste.

          Hinzu kommt, dass der Immobilieneigentümer den Leerstand oder den Mietausfall nicht selbst verschulden darf. Dies gilt zum Beispiel für einen Mietausfall, der sich durch Umbau- oder Renovierungsarbeiten ergibt. In derartigen Fällen wird daher die Grundsteuer nicht erlassen.

          Der Autor ist Steuerberater bei KPMG.

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