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Finanzen : Was sich von 2018 an bei der Steuer ändert

  • -Aktualisiert am

2018 müssen Steuerzahler einige Änderungen beachten. Bild: dpa

Vom neuen Jahr an erhöht der Fiskus den Kinderfreibetrag und den Grundfreibetrag. Das müssen Sie jetzt wissen.

          Bei den biblischen Erzählungen dieser Tage zu Weihnachten wird auch wieder die Geschichte vom Kindermord des König Herodes rezitiert werden. Der heutige Staat hat hingegen Positives zum Thema Kinder zu berichten.

          Denn vom 1. Januar an erhöht sich das monatlich ausgezahlte Kindergeld auf jeweils 194 Euro für das erste und zweite Kind, auf 200 Euro für das dritte sowie jeweils 225 Euro ab dem vierten Kind. Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 3714 Euro (bei zusammen veranlagten Eltern 7428 Euro). Ob das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag günstiger sind, prüft das Finanzamt bei der Veranlagung zur Einkommensteuer.

          Aber Vorsicht – auch eine Verschärfung greift von 2018 an. Künftig wird für alle Anträge, die nach dem 31. Dezember 2017 eingehen, das Kindergeld nur noch für sechs Monate rückwirkend gezahlt. Wer einen weiter zurückgehenden Anspruch geltend machen will, muss ihn also bis Jahresende beantragen. Dann wird noch bis zu vier Jahre rückwirkend gezahlt.

          „Kalte Progression“ wird weiter abgemildert

          Wohl eher minimal, aber positiv dürften sich die von 2018 an greifenden weiteren Tarifanpassungen bei der Einkommensteuer bemerkbar machen. So erhöht sich der Grundfreibetrag (der Betrag, der bei jedem Steuerpflichtigen steuerfrei bleibt) von 8820 Euro auf nun 9000 Euro. Auch die „kalte Progression“, die Lohnerhöhungen zum Großteil durch höhere Steuersätze auffrisst, wird weiter abgemildert.

          Erfreulich ist auch eine Änderung, die nicht auf den Gesetzgeber, sondern auf die Steuerrichter und die Finanzverwaltung zurückgeht. Um außergewöhnliche Belastungen steuerlich berücksichtigen zu können, muss die sogenannte Zumutbarkeitsgrenze überschritten sein. Dieser Schwellenwert wird nun in allen noch offenen Fällen anders berechnet und sinkt dadurch. Das kann dazu führen, das bis zu 664 Euro zusätzlich im Jahr geltend gemacht werden können. Entsprechende Belege, etwa Brillen- oder Zahnarztrechnungen, sollten gesammelt und die Kosten in der Einkommensteuererklärung nicht vergessen werden.

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