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Der Steuertipp : Verluste mit Wertpapieren geltend machen

  • -Aktualisiert am

Für den Bundesfinanzhof erfasst die Abgeltungsteuer alle Wertveränderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen. Bild: dpa

Gewinne besteuern, Verluste ignorieren: Der Bundesfinanzhof erteilt dem Rosinenpicken der Finanzverwaltung bei der Abgeltungsteuer eine Absage.

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          Seit die Abgeltungsteuer eingeführt wurde, versucht die Finanzverwaltung, die Berücksichtigung von Verlusten einzuschränken. Vor allem, wenn es sich um hohe Verluste handelt, zum Beispiel Totalverluste. Die Verluste seien im steuerlichen Sinne nicht realisiert worden, lautete ein Argument, wenn ein Wertpapier bei Totalverlust wertlos ausgebucht wurde und daher nicht mehr verkauft werden konnte. Diesem Rosinenpicken der Finanzverwaltung (Gewinne besteuern, Verluste ignorieren) hat nun der Bundesfinanzhof (BFH) eine klare Absage erteilt. Im Urteilsfall ging es um ein Knock-Out-Zertifikat, das automatisch wertlos verfällt, wenn der Basiswert eine bestimmte Kursschwelle unterschreitet.

          Der BFH bestätigt mit Urteil vom 20. November 2018 (VIII R 37/15) die Position des Steuerpflichtigen. Für den BFH erfasst die Abgeltungsteuer alle Wertveränderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen. Damit ist seine vor Einführung der Abgeltungsteuer geltende Sichtweise überholt. Seit Einführung der Abgeltungsteuer existiert bei Kapitalanlagen keine steuerlich irrelevante Vermögensebene mehr. Die Ersatztatbestände, die einer Veräußerung gleichstehen, sind weit auszulegen und umfassen auch den Verfall eines Knock-Out-Zertifikates.

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