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Steuertipp : Bausparer, aufgepasst!

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Bei der Versteuerung der Bausparzinsen müssen Sparer einiges beachten. Bild: Picture-Alliance

Seit 2009 unterliegen auch solche Bausparzinsen der Abgeltungssteuer, die durch Auffüllkredit oder Darlehen vorfinanziert sind. Durch einen Freistellungsauftrag kann der Sparer sich die Steuern sparen.

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          Bis zum Jahr 2008 waren Guthabenzinsen auf Bausparverträge zum Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie nicht steuerpflichtig, wenn sie durch Auffüllkredit oder Darlehen vorfinanziert waren. Seit 2009 jedoch unterliegen auch solche Bausparzinsen der Abgeltungssteuer. Deren Höhe kann den entsprechenden Bescheinigungen der Bausparkasse entnommen werden. Um den Einzug der Steuer zu vermeiden, sollte der Bausparer der Bausparkasse in ausreichender Höhe einen Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorlegen. Versäumt der Bausparer dies, kann er sich die Abgeltungssteuer gegebenenfalls durch Ausfüllen der Anlage KAP auf dem Wege der Veranlagung wieder holen.

          Unter bestimmten Voraussetzungen können sich die Bausparer die Abgeltungssteuer auch noch in späteren Jahren erstatten oder auf ihre Steuer anrechnen lassen: Voraussetzung ist nach dem Abgeltungssteuererlass vom 22. Dezember 2009, Rn. 126, dass entweder das Bausparkonto mit einem Auffüllkredit bedient oder per Darlehen vorfinanziert wurde oder dass das Finanzierungsgeschäft bis zum 30. Juni 2010 abgeschlossen wurde (Bestandsschutz) oder dass das Bausparguthaben zum Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie verwendet wird.

          Die Bausparer sollten die Erstattung oder Anrechnung der einbehaltenen Abgeltungsteuer nebst Solidaritätszuschlag gemäß Paragraph 32 Abs. 4 Einkommensteuergesetz beantragen. Die Möglichkeit hierzu bietet die Anlage KAP (Stand 2014) wie folgt: In Zeile 5 wird in Feld 2 die Zahl 1 eingetragen. Dies bedeutet, dass das Formular genutzt wird, um eine Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge zu beantragen. Sodann werden in Zeile 7 in Feld 10 (mittlere Spalte) die von der Bausparkasse bescheinigten Kapitalerträge eingetragen. In Zeile 7 Feld 20 (rechte Spalte) wird die zutreffende Höhe der steuerpflichtigen Kapitalerträge, nämlich null, eingetragen. Die bescheinigten Kapitalerträge werden in Zeile 47 und den folgenden Zeilen eingetragen. Die entsprechenden Steuerbescheinigungen der Bausparkasse müssen beigelegt werden.

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