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Steuertipp : Steuern sparen als Berufsanfänger

  • -Aktualisiert am

Bild: Bengt Fosshag

Berufsanfänger können oft so viel von der Steuer absetzen, dass am Ende gar nichts an das Finanzamt zu zahlen ist. Bewerbungskosten, Erstausstattung, Umzugskosten - das sind nur einige Beispiele.

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          Wer in das Berufsleben startet, kann viel Steuern sparen. Er kann oft so viel absetzen, dass am Ende gar nichts an das Finanzamt zu zahlen ist.

          So kann er diejenigen Aufwendungen für das Studium und die Ausbildung geltend machen, die im gleichen Jahr wie der Berufsstart fallen. Das geht beim Erststudium oder der erstmaligen Berufsausbildung bis maximal 6000 Euro. Wer berufsbegleitend ein Zweitstudium absolviert, darf sogar unbegrenzt seine Aufwendungen abziehen.

          Auch Bewerbungskosten sind abziehbar. Darunter fallen zum Beispiel Aufwendungen für Bewerbungsfotos, Porto, Bewerbungsmappen, Briefpapier und Umschläge. Der Fiskus beteiligt sich auch an den Fahrtkosten zum Bewerbungsgespräch. Natürlich nur, wenn diese Kosten nicht bereits vom potentiellen Arbeitgeber übernommen werden.

          Arztkittel, Richterrobe oder Schutzkleidung sind absetzbar

          Bei den Kosten für die „Erstausstattung“ muss unterschieden werden. Sind im neuen Job Anzug oder Kostüm notwendig, können diese Kosten nicht steuerlich geltend gemacht werden. Begünstigt ist nur typische Berufskleidung, wie etwa Arztkittel, Richterrobe, Schutzkleidung, Uniformen oder die Einheitskleidung des Personals.

          Mit dem Berufsstart ist häufig die erste eigene Wohnung verbunden. Die Umzugskosten, wie Maklergebühren, Kosten für die Wohnungssuche oder Aufwendungen für den Möbeltransport, können bei berufsbedingtem Umzug geltend gemacht werden. Für sonstige Umzugskosten gilt eine Pauschale von derzeit 657 Euro.

          Bezieht der Berufsanfänger an dem Ort seiner Tätigkeit eine Wohnung, verbringt jedoch die Wochenenden weiterhin am Studien- oder Heimatort, können die Kosten für die Heimfahrten sowie die Aufwendungen für die Zweitwohnung am Tätigkeitsort bei der Steuer geltend gemacht werden. Dafür müssen aber einige Hürden genommen werden. Der Lebensmittelpunkt muss weiterhin am Heimatort bleiben, und dort muss ein eigener Hausstand unterhalten werden. Das alte Kinderzimmer im Haus der Eltern reicht dafür nicht aus, eine abschließbare Wohnung mit eigenem Zugang im Haus der Eltern aber zum Beispiel schon.

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