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Der Steuertipp : So setzen Sie den Handwerker von der Steuer richtig ab

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Bei Barzahlung gibt es die Steuerermäßigung nicht. Die Rechnung sollte die wichtigsten Informationen enthalten. Bild: AFP

Der Handwerkerbesuch lässt sich von der Steuer absetzen. Das gilt auch für Dienstleistungen im Haushalt. Dabei gibt es allerdings ein paar Bedingungen.

          Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen mindern in Höhe von 20 Prozent der Kosten (Arbeits- und Fahrtkosten) die Steuerlast. Haushaltsnahe Dienstleistungen können bis zu einem Höchstbetrag von 4000 Euro und Handwerkerleistungen bis zu einem Höchstbetrag von 1200 Euro jährlich direkt von der Einkommensteuer abgezogen werden.

          Die Begünstigung hört dabei nicht an der Grundstücksgrenze auf, worauf die Finanzverwaltung hinweist (Anwendungsschreiben vom 9. November 2016). Sondern sie beinhaltet zum Beispiel auch die im Herbst anstehende Laubentfernung oder den Winterdienst auf vor dem Haus gelegenen öffentlichen Gehwegen. Kosten für ein Hausnotrufsystem innerhalb des „Betreuten Wohnens“ in einem Seniorenheim sind ebenfalls begünstigt.

          Auf die Rechnung achten

          Ein genauer Blick lohnt sich auch bei in Anspruch genommenen Handwerkerleistungen. Neuerdings ist unter anderem auch die Prüfung der ordnungsgemäßen Funktion einer Anlage (zum Beispiel die Dichtheitsprüfung von Abwasseranlagen) von der Begünstigung umfasst. Und zwar unabhängig davon, ob eine etwaige Reparatur- oder Instandhaltungsmaßnahme zeitlich unmittelbar nachfolgt oder durch einen anderen Handwerksbetrieb durchgeführt wird. So sind etwa technische Prüfdienste wie die Legionellenprüfung von Trinkwasseranlagen als begünstigte Leistung aufgeführt.

          Wichtig: Der Steuerabzug setzt eine Rechnung und die unbare Zahlung auf ein Konto des Erbringers der Dienstleistungen voraus. Bei Barzahlung gibt es die Steuerermäßigung nicht. Wird die Dienst- oder Handwerkerleistung über ein Online-Portal vermittelt, erkennt die Finanzverwaltung auch eine Rechnung an, die das Portal im Auftrag des Handwerkers oder Dienstleisters erstellt.

          Auf der Rechnung müssen folgende Informationen stehen: der Erbringer (mit Name, Anschrift und Steuernummer) und der Empfänger der Leistung, Art und Inhalt der Leistung, Zeitpunkt der Erbringung sowie das Entgelt (gegebenenfalls aufgeteilt nach Arbeitszeit und Material). Auch die unbare Bezahlung an den Portalbetreiber erkennt der Fiskus an.

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