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Urteil : Mehr Steuern auf Dienstwagen

  • -Aktualisiert am

Wer den Dienstwagen privat nutzen darf, muss ihn versteuern - unabhängig davon, ob der Dienstwagen tatsächlich privat genutzt wird.

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          Wenn der Arbeitgeber einem Beschäftigten erlaubt, einen Dienstwagen auch privat zu benutzen, muss er dies künftig in jedem Fall versteuern. Mit dieser Entscheidung hat der Bundesfinanzhof seine bisherige Rechtsprechung geändert. Bislang kam ein Arbeitnehmer um die Steuerpflicht herum, wenn er durch ein akribisch geführtes Fahrtenbuch nachwies, dass er das Fahrzeug ausschließlich beruflich gebrauchte.

          Das geht nun nicht mehr. Schon die bloße Möglichkeit, das Auto in der Freizeit zu verwenden, führt demnach zu einem „geldwerten Vorteil“, auf den Lohnsteuer anfällt. Ob er davon Gebrauch macht, ist nach Ansicht der obersten Steuerrichter egal, weil der Vorteil schon mit der Überlassung des Dienstwagens „zugeflossen“ sei. Dieser ist dann pauschal mit 1 Prozent des Anschaffungspreises monatlich zu bewerten.

          Allerdings muss feststehen, dass der Arbeitgeber die private Nutzung - schriftlich oder mündlich - auch wirklich erlaubt hat (Az.: VI R 31/10, 46/11, 42/12 und 23/12).

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