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Steuererleichterungen : Leichter für Flüchtlinge spenden

Bild: dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will das Nachweisverfahren für Sonderkonten vereinfachen und damit in der Flüchtlingskrise die Spendenbereitschaft beflügeln.

          Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will in der Flüchtlingskrise die Spendenbereitschaft beflügeln. Zuwendungen sollen leichter steuerlich geltend gemacht werden können. Wie sein Ministerium mitteilte, wurde bestimmt, dass für Sonderkonten von Hilfsorganisationen zur Unterstützung von Flüchtlingen ein vereinfachtes Nachweisverfahren gilt. Danach genügen beispielsweise ein Bareinzahlungsbeleg, der Kontoauszug eines Kreditinstituts oder der PC-Ausdruck beim Online-Banking, damit das Finanzamt die Spende anerkennt. „Eine Betragsbegrenzung gibt es nicht.“ Ansosnsten gilt für den vereinfachten Nachweis eine Obergrenze von 100 Euro.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Darüber hinaus dürften alle gemeinnützigen Organisationen unabhängig von ihren eigentlichen Satzungszwecken Spenden für Flüchtlinge sammeln. Zudem dürften auch nicht gemeinnützige Organisationen auf Treuhandkonten Spenden zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge sammeln. Die Zuwendungen an diese Sammelstellen seien steuerlich abziehbar, wenn die Gelder der Sammlung an eine gemeinnützige Organisation zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge weitergeleitet würden. Nicht zuletzt sind Schenkungen ausschließlich für mildtätige Zwecke zugunsten der Hilfe für Flüchtlinge von der Schenkungsteuer befreit.

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