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Einkommensteuer : Mehr Zeit für die Steuererklärung

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Nur keine Eile Bild: dpa

Im Zuge der Einführung von Versäumniszuschlägen bei verspäteter Abgabe der Steuererklärung bekommen die Steuerpflichtigen jetzt wohl auch mehr Zeit.

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          Steuerpflichtige, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind und keinen Steuerberater nutzen, sollen künftig  zwei Monate mehr Zeit bekommen, ihre Steuererklärung abzugeben. Ehepaare etwa mit Lohnsteuerklasse III und V haben demnach künftig also bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit zur Abgabe. Bisher galt die Abgabefrist bis Ende Mai.

          Zudem soll eine Billigkeitsregelung für Steuerpflichtige eingeführt werden, die erstmals nach Ablauf der gesetzlichen Erklärungsfrist zur Abgabe aufgefordert wurden und die bis dahin davon ausgehen konnten, keine Steuererklärung abgeben zu müssen. Für sie sollen Verspätungszuschläge erst vom Ablauf der in der Aufforderung angegebenen Erklärungsfrist an berechnet werden.

          „Es muss also kein Rentner befürchten, hohe Verspätungszuschläge zahlen zu müssen, weil er fälschlicherweise davon ausgegangen ist, nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet zu sein“, heißt es aus der Koalition.

          Die geplanten Säumniszuschläge für verspätet eingereichte Erklärungen fallen zudem weniger scharf aus als bisher bekannt. Der Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat soll nur dann erhoben werden, wenn Steuern nachgezahlt werden müssen.

          Auch dies soll nur dann gelten, wenn die Steuererklärung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ende des Besteuerungszeitraumes abgegeben und zudem keine Fristverlängerung beantragt wurde. Die neuen Regeln sollen zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

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