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Der Steuertipp : So sparen Rentner Steuern

  • -Aktualisiert am

Viele Rentner werden 2019 erstmals steuerpflichtig und vom Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert. Bild: dpa

Zum 1. Juli wurden die gesetzlichen Renten erhöht. Viele Rentner werden deswegen erstmals steuerpflichtig und vom Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert. Was sollten sie beachten?

          1 Min.

          Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2005 müssen immer mehr Rentner Steuern zahlen, weil durch einen Systemwechsel ein stetig größer werdender Teil der Rente zu versteuern ist. Wie viel zu versteuern ist, hängt vom Jahr des Renteneintritts ab. Wer beispielsweise im Jahr 2005 oder früher in Rente gegangen ist, muss nur 50 Prozent versteuern. Für spätere Renteneintritte steigt der steuerpflichtige Anteil um zwei Prozent im Jahr (von 2021 an um ein Prozent. Eine Einkommensteuererklärung wird vom Finanzamt immer dann verlangt, wenn die gesamten steuerpflichtigen Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen. Das sind für 2019 9168 Euro, bei Ehepaaren 18 336 Euro. Unterhalb dieser Beträge fällt keine Steuer an.

          Die steuerpflichtigen Einkünfte können aber gemindert werden: So können die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und anderen Versicherungen wie Haftpflicht und Unfall als Sonderausgaben sowie Behandlungs- oder Kurkosten als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden. Liegt das zu versteuernde Einkommen nach Abzug aller Aufwendungen noch immer über dem persönlichen Freibetrag, wird der übersteigende Teil mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

          Die Steuer selbst kann weiter gemindert werden, wenn Ausgaben für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, andere haushaltsnahe Dienstleistungen wie Pflege- oder Betreuungsleistungen oder die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen getätigt wurden. Diese finden Mieter auch regelmäßig in ihren Nebenkostenabrechnungen. Allgemein gilt:

          Die Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung sollte keinesfalls ignoriert werden, sonst droht eine Schätzung durch das Finanzamt. Hat das Finanzamt eine zu kurze Frist für die Abgabe der Steuererklärung gesetzt, kann eine Fristverlängerung beantragt werden. Die reguläre Abgabefrist für die jährliche Steuererklärung ist grundsätzlich der 31. Juli des Folgejahres.

          Der Autor ist Steuerberater bei KPMG in Köln.

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