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Elektro-Dienstwagen : Lohnt sich ab 2019 ein E-Auto für mich?

  • -Aktualisiert am

Ab 2019 soll es Steuervorteile für ein E-Auto geben. Lohnt sich das? Bild: dpa

Ein Elektro-Dienstwagen soll ab 2019 Steuervorteile bringen. Lohnt sich das im Vergleich zu einem Benziner? Wir haben den geldwerten Vorteil diverser E-Modelle mit beliebten Benzinern verglichen.

          Wer seinen Elektro-Dienstwagen privat nutzt, soll künftig massive steuerliche Vorteile haben. Das Bundeskabinett beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf. Bei manchen Experten sind die Pläne umstritten, weil der Anreiz zum Umstieg auf umweltfreundlichere Autos sehr gering sei.

          Stefan Kapferer vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sieht die Bundesregierung aber auf dem richtigen Weg: „Mit der steuerlichen Förderung setzt die Bundesregierung einen wichtigen Impuls zum Ausbau der Elektromobilität in Deutschland. Sie sollte zudem den bedarfsgerechten Aufbau der öffentlichen Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Antriebsformen weiter ausbauen.“ Laut Kapferer finden rund 80 Prozent der Ladevorgänge im privaten Raum statt, entsprechend sollte die Bundesregierung in einem zusätzlichen Förderprogramm private und gewerbliche Lösungen für die Ladeinfrastruktur berücksichtigen.

          Aktuell kann jeder in Deutschland inzwischen unter fast 30 reinen Stromern wählen, vom Elektro-Smart bis zum Edelmodell von Tesla. Bisher haben aber meistens nur Behörden, Verbände und Firmen rund 70 Prozent der E-Fahrzeuge gekauft, teilt das Kraftfahrtbundesamt mit. Von Januar bis Ende Mai 2018 wurden in Deutschland rund 1,43 Millionen Benziner und Dieselautos neu zugelassen, aber gerade mal 14.583 E-Fahrzeuge. Nur 30 Prozent der Kunden sind zudem Privatleute.

          Der Dienstwagenmarkt ist wichtig

          Der Dienstwagenmarkt ist für die Autobauer in Deutschland aber besonders wichtig – pro Jahr verkaufen sie nach einer Auswertung etwa 800.000 Autos an Unternehmen. Das sind etwa zwei Drittel des Gesamtmarkts. Vor allem hochmotorisierte Premiumwagen werden überwiegend als Dienstwagen zugelassen.

          Bislang spielen E-Autos dabei kaum ein Rolle. Von den 400.000 neu zugelassenen Dienstwagen im ersten Halbjahr 2018 hatten nur 10.000 einen Batterie-elektrischen oder Hybrid-Antrieb. Mehr als 57 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Firmenwagen kommen aber aus den unteren Segmenten bis einschließlich der Mittelklasse.

          Bisher muss ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern – für Elektro- und Hybridfahrzeuge soll es künftig einen halbierten Satz von 0,5 Prozent geben, die dann mit dem persönlichen Steuersatz verrechnet werden. Die Neuregelung soll für Elektro- und Hybridfahrzeuge gelten, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden.

          Ob sich das für den einzelnen rechnet, zeigt unsere Grafik anhand einiger Beispiele auf:

          Das beliebte und vergleichsweise günstige Modell von Renault, der ZEO mit 41 kW (56 PS) und einer Reichweite von 400 Kilometern würde demnach ab 2019 mit knapp 165 Euro pro Monat mit dem persönlichen Steuersatz verrechnet werden. Im Vergleich dazu bekommt man jedoch den günstigsten Golf für 180 Euro im Monat und eine deutlich höhere Reichweite an Kilometern. Alle Preise basieren auf dem Basislistenpreis ohne Extras.

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