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Steuertipp : So vermeiden Sie bei Lebensversicherungen Erbschaftsteuer

  • -Aktualisiert am

Ein Testament wird geschrieben, die Folgen sind für die Erben vielfältig. Bild: dpa

Viele nutzen Versicherungen für die Altersvorsorge und die Absicherung ihrer Familie. Was passiert damit nach einem Todesfall?

          Häufig sind es Kapital- und Risikolebensversicherungen, die der eine Partner abschließt und bezahlt und die bei seinem Tod eine Zahlung an den anderen Partner vorsehen. Im Todesfall tritt aber nicht selten der Fiskus auf den Plan. Er kann dann für die Versicherungsleistung Erbschaftsteuer verlangen.

          Ob sie tatsächlich fällig wird, hängt davon ab, wie üppig das sonstige Erbe ausfällt und ob das Paar verheiratet war. Ehegatten haben bei der Erbschaftsteuer einen Freibetrag von 500 000 Euro, bei Unverheirateten sind es nur 20 000 Euro. Ehegatten können zusätzlich noch bis zu 256 000 Euro vom Erbe abziehen, soweit der überlebende Partner keine Hinterbliebenenbezüge bekommt.

          Reichen die Freibeträge nicht aus, können Versicherte unwiderrufliche Terminklauseln vereinbaren. Damit lässt sich der Auszahlungstermin verschieben. Wird die Versicherungsleistung erst zehn Jahre nach dem Tod ausgezahlt, profitieren Ehepartner oder Kinder davon, dass die Freibeträge bei der Erbschaftsteuer nach zehn Jahren abermals neu gewährt werden.

          Im Vorteil ist auch, wer gleich das Versicherungsverhältnis anders gestaltet. Sind Versicherungsnehmer und Begünstigter – also Zahlungsempfänger – dieselbe Person, fällt bei Auszahlung keine Erbschaftsteuer an. Verheiratete können sich so „über Kreuz“ versichern. Hier schließen beide Ehepartner eine Lebensversicherung auf das Leben des Partners ab und zahlen in diese ein. Verstirbt dann der andere, bekommt der Überlebende die Auszahlung aus seiner eigenen Versicherung und zwar erbschaftsteuerfrei.

          Alternativ kann sich eine Versicherung auf „verbundene Leben“ anbieten. Dafür schließen beide Partner gemeinsam einen Vertrag ab und sind gleichzeitig Versicherungsnehmer und versicherte Person. Verstirbt der eine Partner, erhält der Überlebende die gesamte Versicherungsleistung. Diese ist (immerhin) zur Hälfte erbschaftsteuerfrei. Das zeigt, wie wichtig es ist, bereits bei Vertragsabschluss die erbschaftsteuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu bedenken.

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