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Der Steuertipp : So sparen Sie bei der Erbschaftssteuer

  • -Aktualisiert am

Bescheid wissen über die Erbschaftssteuer mit dem Steuertipp! Bild: dpa

Wer erbt, muss Erbschaftssteuer zahlen. Einiges lässt sich aber von der Steuern absetzen.

          1 Min.

          Erben sind grundsätzlich verpflichtet, eine Erbschaft beim Finanzamt anzuzeigen. Unter gewissen Voraussetzungen entfällt die Pflicht, etwa wenn das Erbe von einem Nachlassgericht oder einem Notar eröffnet wird. Auch bei der Erbschaftsteuer gibt es neben Freibeträgen und Steuerbefreiungen die Möglichkeit, Kosten, die der Erbe für den Erbfall zu tragen hat, abzusetzen.

          So kann der Erbe für die Bestattungskosten, die er trägt, eine Pauschale in Höhe von 10.300 Euro ohne weiteren Nachweis geltend machen. Dazu zählen etwa Kosten für die Trauerfeier einschließlich der Bewirtung der Trauergäste, für Todesanzeigen und Danksagungen.

          Darunter fallen auch Kosten, die beim Erwerber unmittelbar mit der Abwicklung, Regelung und Verteilung des Nachlasses entstehen, die sogenannten Nachlassregelungskosten. Davon erfasst werden unter anderem Kosten für die Eröffnung des Testaments, für einen Rechtsanwalt, Notariats- und Gerichtskosten sowie Grundbuchberichtigungskosten.

          Manchmal lohnt sich ein Berater

          Außerdem sind im Rahmen einer Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft die Kosten für den Verkauf einzelner Erbgegenstände, für Wertgutachten oder für eine Erbauseinandersetzungsklage sowie die Aufwendungen eines Steuerberaters absetzbar, der mit der Erstellung der Erbschaftsteuererklärung beauftragt ist.

          Nutzt der Erbe den Pauschbetrag, können keine weiteren Einzelkosten berücksichtigt werden. Der Pauschbetrag kommt nur einmal pro Erbfall zum Zug und ist bei mehreren Erben aufzuteilen. Auch Vermächtnisnehmer können ihn unter bestimmten Voraussetzungen anteilig nutzen, wenn sie Kosten tragen.

          Häufig übersteigen die tatsächlichen Gesamtkosten des Erbfalles die Pauschale von 10.300 Euro. Dann sind die höheren Aufwendungen absetzbar. Aber der Erbe ist dann verpflichtet, diese Kosten durch Belege nachzuweisen. Im Falle größerer Erbschaften lohnt dann die Einschaltung eines Beraters, dessen Bezahlung in der Regel erbschaftsteuerlich absetzbar ist.

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