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Der Steuertipp : Spenden Sie Ihre Zeit!

  • -Aktualisiert am

Die Deutschen sind weiterhin spendenfreudig. Bild: dpa

In der Vorweihnachtszeit steigt die Spendenbereitschaft. Vom Staat wird das soziale Engagement durch einen steuerlichen Abzug belohnt. Das gilt auch für Zeit- und Sachspenden.

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          In der Vorweihnachtszeit steigt die Spendenbereitschaft. Vom Staat wird das soziale Engagement durch einen steuerlichen Abzug belohnt. Das gilt auch für Zeit- und Sachspenden. Zuwendungen für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke dürfen bei der Ermittlung des Einkommens als Sonderausgaben abgezogen werden. Der Spendenabzug ist begrenzt auf bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte pro Jahr. Übersteigen die geleisteten Spenden die Grenze, können sie in den folgenden Jahren geltend gemacht werden. Voraussetzung für den Spendenabzug ist der Nachweis durch eine Zuwendungsbestätigung. Sie muss dem offiziellen Vordruck der Finanzverwaltung entsprechen.

          Neben Geldspenden können auch Zeit- und Sachspenden steuerlich abzugsfähig sein: zum Beispiel für den Weihnachtsmarkt des Sportvereins basteln oder abgelegte Kleidung für den Basar abgeben. Die Zeitspende bezeichnet die Leistung und Investition von Zeit ohne entsprechende Vergütung. In diesem Fall muss vor Aufnahme der Tätigkeit eine schriftliche Vereinbarung über den Vergütungsanspruch geschlossen werden. Zudem muss der Verzicht auf Auszahlung binnen drei Monaten nach dem eigentlichen Auszahlungszeitpunkt schriftlich erklärt werden. Die nicht gezahlte Vergütung stellt den Spendenbetrag dar.

          Für Sachspenden ist der Marktwert jedes Gegenstandes anzugeben. Ist der Gegenstand neu, entspricht der Marktwert dem Kaufpreis. Wer gebrauchte Sachen spendet, muss herausfinden, welchen Preis er dafür bei einem Verkauf erzielt hätte. Dabei kommt es auf die Art des Gegenstandes, seinen Zustand und vor allem die Nachfrage an. In der Zuwendungsbestätigung muss neben dem Wert der Zuwendung auch der Gegenstand genau umschrieben werden, unter anderem durch Angaben zum Alter und Zustand.

          Die Zuwendungsbestätigung muss auf Nachfrage des Finanzamtes vorgelegt werden. Steuerpflichtige sollten Nachweise bis zum Ablauf eines Jahres nach Bekanntgabe des Steuerbescheides aufbewahren.

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