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Der Steuertipp : Fahrtkosten absetzen

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Hat der Arbeitnehmer durch seinen Beruf Kosten, so kann er sie dem Grundsatz nach steuerlich geltend machen. Bild: dpa

Wenn ein Mehrkostenaufwand durch längere Fahrten zum Arbeitsplatz entsteht, so kann man die Fahrtkosten bei der Steuer absetzen. So geht’s.

          Entstehen einem Arbeitnehmer durch seinen Beruf Kosten, so kann er sie dem Grundsatz nach steuerlich geltend machen. Der Abzug der Kosten für den täglichen Weg zur Arbeit ist allerdings – mit gewissen Höchstgrenzen – auf die sogenannte Entfernungspauschale in Höhe von 0,30 Euro je Entfernungskilometer beschränkt. Diese Beschränkung greift nach dem seit 2014 geltenden steuerlichen Reisekostenrecht, wenn der Arbeitnehmer seine erste Tätigkeitsstätte aufsucht. Ob dem Arbeitnehmer eine erste Tätigkeitsstätte zugeordnet ist, bestimmt sich unter anderem anhand der dienstrechtlichen Zuordnung durch den Arbeitgeber und nicht, wie früher, nach dem qualitativen Schwerpunkt der Tätigkeit des Arbeitnehmers.

          Die Nachteile des neuen Rechts bestätigten nun die Richter des Bundesfinanzhofs (BFH) für einen Polizisten. Nach altem Recht hatte er keine regelmäßige Arbeitsstätte, damit war der Werbungskostenabzug nicht auf die Entfernungspauschale beschränkt. Der BFH hat nun in seinem Urteil vom 4. April 2019 (VI R 27/17) entschieden, dass der Polizist mit der ihm von seinem Arbeitgeber zugeordneten Dienststelle eine erste Tätigkeitsstätte hat, auch wenn er dort nur in einem geringen Umfang seiner Tätigkeit nachkommt.

          Genauso hat der BFH (VI R 40/16) für eine Pilotin entschieden, dass sie mit dem ihr als „Home base“ zugeordneten Flughafen eine erste Tätigkeitsstätte hat. Mit seinen Urteilen bestätigte der BFH die 2014 erreichte neue gesetzliche Ausgestaltung des steuerlichen Reisekostenrechts.

          Demgegenüber kann der Arbeitnehmer bei Dienstreisen wie bisher den tatsächlichen Aufwand bei der Besteuerung berücksichtigen. Hier gilt es grundsätzlich, die entsprechenden Belege beispielsweise für öffentliche Verkehrsmittel zu sammeln. Für jeden Tag auf Dienstreise kann der Arbeitnehmer grundsätzlich auch Verpflegungspauschalen geltend machen. Im Rahmen des Regierungsentwurfs zum sogenannten Jahressteuergesetz 2019 ist geplant, die Verpflegungspauschalen für volle Kalendertage (24 Stunden Abwesenheit) von 24 Euro auf 28 Euro und für An- und Abreisetag sowie für Tage mit mehr als acht Stunden Abwesenheit (ohne Übernachtung) von 12 Euro auf 14 Euro anzuheben.

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