https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuererklaerung-verwaltungsportal-elster-ist-ueberlastet-18163723.html

Digitale Steuererklärung : Verwaltungsportal Elster ist überlastet

  • Aktualisiert am

Derzeit nur eingeschränkt verfügbar: Elster, das Portal der deutschen Steuerverwaltungen Bild: dpa

Seit Tagen offenbar kommt es zu einer Überlastung von Elster: Die notwendige Steuererklärung für Haus- und Wohnungseigentümer kann momentan nicht übermittelt werden. Nutzer zeigen sich frustriert.

          1 Min.

          In Deutschland müssen Millionen Haus-, Wohnungs- und Grundstückbesitzer von Juli an bis spätestens Ende Oktober eine Art zweite Steuererklärung abgeben. Das hatte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe ergeben. In der Regel findet diese Erklärung zur Grundsteuer elektronisch über die Plattform Elster statt. Darin werden unter anderen Daten zu Flurnummer, Baujahr, Wohnfläche und Bodenrichtwert der Immobilie angegeben.

          Am Wochenende hat diese Neuregelung jedoch dazu geführt, dass Elster (Elektronische Steuererklärung) ob der vielen Anfragen überlastet war. Auf der Internetseite heißt es dazu: „Aufgrund enormen Interesses an den Formularen zur Grundsteuerreform kommt es aktuell zu Einschränkungen bei der Verfügbarkeit. Wir arbeiten bereits intensiv daran, Ihnen so schnell wie möglich die gewohnte Qualität zur Verfügung stellen zu können.“ Betroffen ist den Angaben zufolge auch die Nutzung von Mein ELSTER sowie der App „ElsterSmart“, „wenn die ElsterSmart-App und Mein ELSTER auf unterschiedlichen Geräten verwendet werden“.

          In den sozialen Netzwerken fielen die Einschränkungen auf wenig fruchtbaren Boden: „Liebes #Finanzamt, wenn du schon darauf bestehst, dass ich die Grundsteuer über #Elster einreiche, DANN SORG DAFÜR DASS DEINE SERVER LAUFEN! Einmal mit Profis“, schrieb ein Nutzer. Den Angaben mehrerer Nutzer zufolge besteht das Problem bereits seit Donnerstag.

          Für die Neuregelung können je nach Bundesland mal mehr und mal weniger Informationen gefragt sein, weil die Länder unterschiedliche Berechnungsmodelle anwenden. Bei Wohnungseigentümern geht es in der Regel um einige Hundert Euro im Jahr, bei Eigentümern größerer Mietshäuser auch um vierstellige Beträge. Wie viel am Ende fällig wird, erfahren die Eigentümer wahrscheinlich erst 2025, denn der aus ihren Daten zu errechnende Grundsteuerwert ist nur eine Komponente bei der Berechnung der Grundsteuer – und die Gemeinden können ihre Hebesätze anpassen und damit bestimmen, wie viel bei ihnen zu zahlen ist.

          Elster wurde 1996 als Projekt der deutschen Steuerverwaltungen aller Länder und des Bundes gestartet. Es dient als digitale Abwicklung der Steuererklärung bzw. -anmeldung über das Internet. Koordiniert wird es vom Bayerischen Landesamt für Steuern in München.

          Weitere Themen

          Aareal Bank steigert Betriebsergebnis

          Immobilienfinanzierung : Aareal Bank steigert Betriebsergebnis

          Der Wiesbadener Gewerbeimmobilienfinanzierer hat im zweiten Quartal mehr verdient und zugleich die Risikovorsorge erhöht. Man wisse nicht genau, was in der zweiten Jahreshälfte komme, sei aber „bestmöglich vorbereitet“, heißt es.

          Topmeldungen

          Gendern von oben : Öffentlich-rechtliche Umerziehung

          Rundfunk und Fernsehen maßen sich eine sprachliche Erziehung an, die ihnen nicht zusteht. Sie verhalten sich dabei nicht nur zutiefst undemokratisch, es widerspricht auch dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.