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Zu wenig, zu langsam? : Girokonten-Vergleich sorgt für heftigen Streit

Check24 ist der einzige Anbieter, der sich für die Vegleichsplattform für Girokonten zertifizieren ließ. Bild: dpa

Nach einiger Verzögerung kam sie endlich: die von der EU geforderte zertifizierte Vergleichsplattform für Girokonten. Doch der Zank darum will nicht enden.

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          Die Vorbereitungen dauerten sehr lange, seit August ist sie endlich online – aber der Streit reißt nicht ab: die amtlich zertifizierte Vergleichsplattform für Girokonten in Deutschland. Sie sorgt für heftige Auseinandersetzungen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat den Betreiber der Plattform, Check 24, nun sogar vor dem Landgericht München auf Unterlassung verklagt. Es drohen 250.000 Euro Ordnungsgeld oder bis zu sechs Monate Ordnungshaft. Zuvor war von der Bundesregierung eine Online-Krisensitzung, „Runder Tisch“ genannt, mit Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies und Justiz-Staatssekretär Christian Kastrop einberufen worden. Mittlerweile erwägt Betreiber Check 24 sogar, die Plattform abzuschalten, wie zu hören ist.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ein zentraler Streitpunkt: Der Kontenvergleich berücksichtigt nicht alle gut 1.700 Banken in Deutschland, sondern aktuell nur 613, vor kurzem waren es sogar nur 556. Das sind zu wenige, sagen die Kritiker. Zudem werde von vielen Banken, die verschiedene Modelle für Girokonten mit unterschiedlichen Gebühren anböten, jeweils nur eines berücksichtigt. Und drittens gibt es Kritik an der Aktualität der Daten: Denn zum Teil seien Angaben seit mindestens 86 Tagen nicht mehr korrekt und aktuell.

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