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Nachhaltige Fonds : Wo die Renditen grün sind

Es grünt so grün: Solaranlagen bei Hildesheim Bild: dpa

In Europa gibt es immer mehr nachhaltige Fonds. Was ethisch korrekt ist, entscheidet aber die Fondsgesellschaft. Deshalb sollten Anleger einige Dinge beachten.

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          Schon in der Grundschule lernt man, dass bestimmte Adjektive nicht gesteigert werden können. In der Fondsbranche gilt aber neuerdings: grün, grüner, am grünsten. Am Thema Nachhaltigkeit kommen weder Unternehmen noch Fondsgesellschaften mehr vorbei, und so überbieten sich immer mehr Vermögensverwalter mit der Auflage neuer ethisch korrekter Anlageformen. Für viele Investoren wird es daher immer schwieriger zu unterscheiden, was wirklich als nachhaltige Anlage zu zählen ist und wo es sich um vermeintliches „Greenwashing“ handelt, also eine Art grünen Anstrich, damit sich der Fonds besser verkauft. Zudem drängt sich für Anleger die Frage auf, wie rentabel solche Anlagen wirklich sind oder ob sie Renditeeinbußen zu befürchten haben.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Laut der Ratingagentur Scope gibt es nach derzeitigem Stand 824 nachhaltige Fonds in Deutschland, die zum Vertrieb zugelassen sind. Im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg die Zahl um 278 Fonds an. Nach Angaben des Fondsanalysehauses Morningstar waren es in ganz Europa bis Ende Juli dieses Jahres sogar 2170. „Der Markt bewegt sich rasant“, sagt Ali Masarwah von Morningstar und sieht einen Riesen-Trend. Rund 330 Milliarden Euro wurden allein in diesem Jahr bis Ende Juli in ESG-Fonds investiert. Die Abkürzung ESG steht dabei für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – Dimensionen für Nachhaltigkeit. Eine „gigantische“ Dimension sei das, auch im Vergleich zu den gesamten Geldern, die in den europäischen Fondsmarkt geflossen sind. Schließlich machten die Zuflüsse in nachhaltige Anlagen mehr als 40 Prozent aller Mittelzuflüsse aus.

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