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Entschädigungseinrichtung : Wie Wertpapiergeschäfte von Anlegern geschützt sind

  • -Aktualisiert am

Dienstsitz der Bafin: 22 Entschädigungsverfahren für Kunden von Wertpapierdienstleistern hat die Finanzaufsichtsbehörde seit 1999 eingeleitet. Bild: Reuters

Wertpapiere in den Depots von Privatanlegern sind vor Insolvenzen geschützt. Leider ist das gesetzliche Schutzniveau ernüchternd niedrig. Doch es gibt eine Idee, wie sich das ändern lässt.

          6 Min.

          Im März haben wir an dieser Stelle anlässlich der Greensill-Insolvenz die Regeln der Einlagensicherung für Bankguthaben beschrieben und sind bei der Gelegenheit auch auf den im Vergleich dazu geringen Schutzumfang für Wertpapierdepots eingegangen. Viele Leser fragten uns anschließend, warum ein Schutz von Wertpapieren überhaupt nötig sei, schließlich passiere doch im Fall der Pleite eines Finanzinstituts gar nichts mit den für die Kunden verwahrten Wertpapiere. Andere Leser wiederum reagierten beunruhigt und fragten, ob sie sich noch auf die Sicherheit ihrer Depots verlassen könnten. Wir gehen daher hier nun gern tiefer auf das Thema ein.

          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie in dem F.A.Z.-Artikel vom März beschrieben, sind Aktien, Anleihen, Fondsanteile und andere Wertpapiere in den Kundendepots Teil eines Sondervermögens und werden nicht Teil der Insolvenzmasse, falls es einmal zu einem Insolvenzverfahren des Finanzdienstleisters kommt. Im Normalfall werden nach einer Pleite die verwahrten Wertpapiere reibungslos an die Kunden herausgegeben. Sollte ein Kreditinstitut jedoch schuldhaft nicht in der Lage sein, seine Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften zu begleichen, springt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ein, denn auch Wertpapierverbindlichkeiten gelten als von der EdB zu schützende Einlagen.

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