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Wertpapierkauf : So bekommen Sie noch Anleihen

Australische Dollar sind inmitten aller Währungen als Alternative zum Euro sehr gefragt Bild: AFP

Es ist schwierig geworden, Anleihen zu kaufen – insbesondere in fremder Währung. Schuld sind auch neue Vorschriften der EU. Eine Lösung gibt es, doch die ist nicht einfach.

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          Anleihe-Fans haben es nicht leicht. Die Renditen von sicheren Papieren sind schon seit längerer Zeit ins Negative gefallen. Wer beispielsweise Bundesanleihen kauft, erhält keine Zinsen mehr, sondern zahlt drauf. Unternehmensanleihen könnten eine Alternative sein, aber auch hier ist oft nicht mehr viel zu holen. Es sei denn, man schaut sich Anleihen an, die in ausländischen Währungen wie dem Dollar notieren. Dann ist zwar auch das Risiko ein wenig höher, kann doch der Wert des Dollars im Verhältnis zum Euro ganz schön schwanken. Aber zugleich locken zumindest etwas höhere Renditen.

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wer sich nun frohgemut auf die Suche macht und auch bei der ein oder anderen amerikanischen Firmenanleihe fündig wird, stößt jedoch früher oder später auf ein Problem: Viele dieser Anleihen lassen sich über den eigenen Online-Broker oder die eigene Bank nicht mehr kaufen. Die Börse Stuttgart hat dazu neue Zahlen vorgelegt: Die Anleihespezialisten dort haben ausgewertet, wie viele der an der Börse gelisteten Fremdwährungsanleihen von Unternehmen Anleger überhaupt noch erwerben können. Schließt man in einem ersten Schritt all jene Anleihen aus, die mit einer Stückelung von 100.000 Euro oder mehr für die meisten Anleger schlicht unerschwinglich sind, bleiben immerhin noch rund 4140 Unternehmensanleihen übrig, die in einer anderen Währung als dem Euro begeben wurden. Davon lassen sich allerdings derzeit exakt 2527 Anleihen nicht kaufen, also fast 60 Prozent.

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