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Weniger Bankfilialen : Preis des Vertrauens

  • -Aktualisiert am

Manchmal braucht man auch Hilfe bei eigentlich einfachen Dingen, in der Bankfiliale klappt das hoffentlich: Ausfüllen einer Überweisung auf Papier Bild: dpa

Viele Kreditinstitute dünnen aus Kostengründen ihre Filialnetze zusehends aus. Doch auch in einer immer virtuelleren Welt zählen für Kunden ganz banale, reale Dinge.

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          Kein Zweifel, die Möglichkeiten, Bankgeschäfte am Computer zu Hause oder über das Handy zu erledigen, nehmen ständig zu. Auch der Einkaufsbummel im Internet inklusive der Art des Bezahlens kennt immer neue Varianten. Schnell und bequem soll es sein. Und das ist es meist auch. Doch das ist selbst heute nicht alles, was in Gelddingen zählt. Manches junge Finanzunternehmen verschwindet rasch wieder von der Bildfläche – keine lässliche Kleinigkeit in einer Branche, in der das Vertrauen der Kunden in die Sicherheit des Geldes essenziell ist.

          Zudem gibt es noch immer viele Menschen, die Internetbanking nicht nutzen können oder wollen. Selbst eingeschworene Onlinefans wissen die Vorteile einer Bankfiliale zu schätzen, etwa wenn sie persönlich beraten werden wollen.

          Doch die Kreditinstitute dünnen ihre Filialnetze zusehends aus, um Kosten zu sparen und dem veränderten Nutzungsverhalten Rechnung zu tragen. In den verbleibenden Filialen wollen sie eher weg von dem klassischen Bankalltäglichen hin zu mehr Beratung.

          Das ist sicherlich keine schlechte Idee. Doch auch in einer immer virtuelleren Welt zählen ganz banale reale Dinge, wie das Ausfüllen einer Überweisung für eine ältere Dame, die Bargeldeinzahlung eines Geschäftskunden, die Sorten für den Urlaub oder das Mieten eines Schließfachs. Nicht alles geht im Internet oder dem Supermarkt und ist zudem eine Frage des Vertrauens. Schön, wenn man es hat. Doch alles hat auch seinen Preis.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

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