https://www.faz.net/-hbv-ae1hj

Konzepte der Altersvorsorge : So sorgen unsere EU-Nachbarn fürs Alter vor

Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema – wie handhaben es die Nachbarn? Bild: dpa

Das schwedische Modell der kapitalgedeckten Altersvorsorge hat schon lange eine Vorbildfunktion auch für viele deutsche Politiker. Doch nicht nur Schwedens Ideen haben Potential, sehr gut schneidet auch die Niederlande ab.

          5 Min.

          Fast alle Parteien in Deutschland haben das schwedische Modell der kapitalgedeckten Altersvorsorge für sich entdeckt. Es stand schon Pate, als um die Jahrtausendwende die Riester-Rente entworfen wurde. Dass er sich wie dort für ein Obligatorium starkmachte, habe ihn ausgebremst, rief der damalige Bundessozialminister Walter Riester kürzlich in einem F.A.Z.-Interview in Erinnerung. Heute wollen FDP, Grüne und SPD Elemente des schwedischen Modells nehmen, um die Riester-Rente abzulösen. Auch in den Unionsparteien gibt es Sympathien für eine große staatliche Kapitalsammelstelle.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Wie so häufig ist auch diese Diskussion verblüffend einseitig. Die Beratungsgesellschaft Mercer wertet regelmäßig Daten zum Altersvorsorgesystem aus und macht daraus ein internationales Ranking. Darin ist das so beliebte schwedische Modell keineswegs das leistungsfähigste. Deutschland steht keineswegs so schlecht da, wie häufig suggeriert wird. Von den 39 Altersvorsorgesystemen eher wohlhabender Länder belegte das deutsche in der Auswertung von Oktober den elften Platz, dabei hatte es sich um zwei Ränge gegenüber der Analyse davor verbessert. Schweden belegte den sechsten Platz. Der Abstand ist gering.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.
          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.
          Der Betrieb hält sich in Grenzen: ein Blick ins fast leere Impfzentrum Sachsen (Dresden)

          Geringe Quoten im Osten : Impfen? Nicht mit mir!

          In Ostdeutschland sind die Corona-Impfquoten auffallend niedrig. Was ist der Grund dafür? Ein Soziologe sieht den Widerstand gegen die Spritze als Teil der grundlegenden Protesthaltung gegenüber der Regierung.