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Steigende Preise : Was Sparer zur Inflation wissen müssen

Die EZB erwartet eine steigende Inflation. Allerdings meint sie, der Anstieg sei nur vorübergehend. Bild: dpa

Alles rund ums Bauen wird teurer, aber auch viele Lebensmittel und vor allem Heizöl und Benzin. Steigt mit dem Abklingen der Pandemie die Inflation? Und wie können sich Sparer rüsten?

          6 Min.

          EZB-Direktoriumsmitglied Isabell Schnabel sagt, sie halte einen Anstieg der Inflation in Deutschland auf 3 Prozent für möglich. Muss einen das beunruhigen?

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Europäische Zentralbank beruft sich auf Schätzungen der Deutschen Bundesbank. Danach könnte in einzelnen Monaten dieses Jahres die Inflationsrate in Deutschland nach der europäischen Berechnungsweise des Harmonisierten Verbraucherpreis-Index (HVPI), die von der nationalen Berechnungsweise abweicht, mehr als 3 Prozent erreichen. Für die Eurozone insgesamt erwartet die Notenbank keine so hohen Raten, hier sind monatsweise etwa 2 Prozent im Gespräch.  

          Im Moment wird aber doch vieles teurer?

          In der Tat sind zuletzt etwa viele Preise rund um den Bau deutlich gestiegen, so für Bauholz. Statistiker sprechen schon von „Bauflation“. Das trifft auch Leute, die im Lockdown an ihrem Haus herumwerkeln. Auch Nahrungsmittel sind teurer geworden, etwa Gemüse. Besonders stark war zuletzt der Anstieg der Energiepreise, vor allem für Benzin und Heizöl. Zum Teil waren die Preissteigerungsraten zweistellig. Die Preise für Kraftstoffe stiegen im April auf Jahressicht um 23 Prozent, die für Heizöl um 21 Prozent. Auch rund um die Corona-Heimgärtnerei stiegen die Preise: Blumen und andere Pflanzen verteuerten sich um 7,5 Prozent. International ist ein starker Anstieg von Rohstoffpreisen zu beobachten, etwa für Erz oder Kupfer.

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