https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/was-sparer-zur-inflation-wissen-muessen-17336667.html
Bildbeschreibung einblenden

Steigende Preise : Was Sparer zur Inflation wissen müssen

Die EZB erwartet eine steigende Inflation. Allerdings meint sie, der Anstieg sei nur vorübergehend. Bild: dpa

Alles rund ums Bauen wird teurer, aber auch viele Lebensmittel und vor allem Heizöl und Benzin. Steigt mit dem Abklingen der Pandemie die Inflation? Und wie können sich Sparer rüsten?

          6 Min.

          EZB-Direktoriumsmitglied Isabell Schnabel sagt, sie halte einen Anstieg der Inflation in Deutschland auf 3 Prozent für möglich. Muss einen das beunruhigen?

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Europäische Zentralbank beruft sich auf Schätzungen der Deutschen Bundesbank. Danach könnte in einzelnen Monaten dieses Jahres die Inflationsrate in Deutschland nach der europäischen Berechnungsweise des Harmonisierten Verbraucherpreis-Index (HVPI), die von der nationalen Berechnungsweise abweicht, mehr als 3 Prozent erreichen. Für die Eurozone insgesamt erwartet die Notenbank keine so hohen Raten, hier sind monatsweise etwa 2 Prozent im Gespräch.  

          Im Moment wird aber doch vieles teurer?

          In der Tat sind zuletzt etwa viele Preise rund um den Bau deutlich gestiegen, so für Bauholz. Statistiker sprechen schon von „Bauflation“. Das trifft auch Leute, die im Lockdown an ihrem Haus herumwerkeln. Auch Nahrungsmittel sind teurer geworden, etwa Gemüse. Besonders stark war zuletzt der Anstieg der Energiepreise, vor allem für Benzin und Heizöl. Zum Teil waren die Preissteigerungsraten zweistellig. Die Preise für Kraftstoffe stiegen im April auf Jahressicht um 23 Prozent, die für Heizöl um 21 Prozent. Auch rund um die Corona-Heimgärtnerei stiegen die Preise: Blumen und andere Pflanzen verteuerten sich um 7,5 Prozent. International ist ein starker Anstieg von Rohstoffpreisen zu beobachten, etwa für Erz oder Kupfer.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Neue Wege: Der Wasserstand des Rheins ist so niedrig, dass Touristen zum Bingener Mäuseturm laufen können.

          Trockenheit am Mittelrhein : Als hätte es Steine in den Fluss geregnet

          Aus dem Mittelrhein ragen fußballfeldgroße Inseln. Der Wasserstand ist teilweise so niedrig, dass man den Fluss durchwaten kann. Manche Fähren stellen den Betrieb ein – und Anwohner trauen ihren Augen kaum.
          Russische Touristen bei der Passkontrolle am Grenzübergang Nuijamaa in Lappeenranta

          Urlaub in Europa : Keine Visa mehr für russische Touristen?

          Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hat die EU in ihren Sanktionspaketen Oligarchen mit Reiseverboten belegt. Russische Touristen können aber weiter Visa beantragen. Das sorgt für Unmut.

          Gendern von oben : Öffentlich-rechtliche Umerziehung

          Rundfunk und Fernsehen maßen sich eine sprachliche Erziehung an, die ihnen nicht zusteht. Sie verhalten sich dabei nicht nur zutiefst undemokratisch, es widerspricht auch dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien.