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Geldanlage : Das Privatvermögen ist eine Dauerbaustelle

  • -Aktualisiert am

Auf der Baustelle der lebenslangen Geldanlage ist nie Feierabend. Bild: Getty

Als Privatmensch ist die Anlage des Vermögens nie wirklich beendet. Wie man sich die Gunst der Stunde zu Nutze machen kann.

          5 Min.

          Es gehört zu den Tücken des Lebens, dass sich viele Dinge nicht so entwickeln, wie wir Menschen uns das vorstellen. Das gilt auch oder vielleicht sogar besonders für das liebe Geld. Wenn zum Beispiel vor zehn Jahren eine Summe von drei Millionen Euro zu 10 Prozent in Bargeld und zu jeweils 30 Prozent in Anleihen, Immobilien und Aktien angelegt worden ist, ist diese Aufteilung im Laufe der Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Ruder gelaufen. Es hat aber keinen Zweck, über die Ereignisse der vergangenen Jahre zu schimpfen. Vergangenheit ist Vergangenheit. Sie lässt sich nicht ändern. Stattdessen geht es um die Gestaltung der Zukunft. Noch wichtiger ist freilich die Gegenwart. Wer die Gunst der Stunde nicht nutzt, wird in Erinnerungen oder Träumen steckenbleiben, und das kann zu Magenschmerzen und Sodbrennen führen.

          Die alte Entscheidung, insgesamt 90 Prozent zu gleichen Teilen auf Anleihen, Immobilien und Aktien verteilt zu haben, mag aus dem Wunsch nach Ertrag und Sicherheit getroffen worden sein. Davon ist aber nicht viel übrig geblieben, wie ein Blick auf das aktuelle Vermögen zeigt. Das Bargeld hat sich auf 600.000 Euro erhöht, weil fällig gewordene Anleihen nicht wieder angelegt worden sind. Der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere ist auf 400.000 Euro gefallen, weil der Anleger zehn Jahre älter geworden ist und der Barwert der Rentenbezüge um 300.000 Euro gesunken ist. Der Wert der Immobilien ist auf 1,6 Millionen Euro gestiegen. Die Kurse der Aktien sind auf 1,4 Millionen Euro geklettert.

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