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Vereinigte Staaten : Das Wohl der Aktionäre hängt an Ben Bernanke

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S & P Bild: F.A.Z.

Die Anleger sorgen sich, dass der Aufschwung eine Delle bekommt, weil Notenbank-Chef Ben Bernanke die Geldpolitik straffen will. Eine kurzzeitige Kurskorrektur könnte aber eine gute Einstiegsmöglichkeit bieten.

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          Amerika war der Auslöser der Finanzkrise, als die Blase am Immobilienmarkt platzte. Seit einigen Monaten steigen die Hauspreise nun endlich wieder - und führen die größte Volkswirtschaft der Welt so wieder aus der Krise heraus. Denn der Immobilienbesitz ist in Amerika deutlich größer als in Deutschland. Steigende Hauspreise bedeuten mehr gefühlten Wohlstand, was die Menschen zum Geldausgeben animiert. Die sinkende Arbeitslosigkeit unterstützt das. Sie ist Folge der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Unternehmen durch geringe Lohnzuwächse und niedrige Energiepreise in Folge des Fracking, einer neuen Fördertechnik für Öl und Gas.

          Nun sorgen sich die Anleger, dass der Aufschwung eine Delle bekommt, weil Notenbank-Chef Ben Bernanke die Geldpolitik straffen will. Das hat die Aktienkurse schon belastet. Aber die Sorgen scheinen übertrieben. „Die Vereinigten Staaten werden dank ihrer robusten Konjunktur die moderate Zinserhöhung, die wir erwarten, verkraften können“, schreibt der französische Starinvestor Edouard Carmignac. Zudem hat die Notenbank nur eine etwas weniger starke Geldflutung angekündigt. Sie hat nicht vom Ende des billigen Geldes gesprochen, und das wird sie auch noch lange nicht tun.

          Ein gewisses Risiko für Anleger ist das hohe Kursniveau der Aktien. Der Markt erreichte schon Rekordhochs, die Aktien sind nicht mehr ganz billig. In den kommenden Wochen wird aber eine kurzzeitige Korrektur erwartet, die eine Einstiegsmöglichkeit bieten würde. Nebenwerte sind dabei auf Dauer erfolgreicher als die großen Titel, wie die Fondsrangliste zeigt.

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