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Verbraucherschutz : Transparenzsiegel für Crowdfunding

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Auch das Team der Frankfurter Crowdfunding-Plattform Bettervest hat das Transparenzsiegel des Bundesverbands erhalten. Bild: Unternehmen

Das Crowdfunding steckt weiter in den Kinderschuhen. Der Bundesverband ist sehr bemüht, Vertrauen zu schaffen. Jetzt soll ein Transparenzsiegel dazu beitragen.

          Am Dienstag startet in Erfurt das Inno-Finance Summit, das Startups, Unternehmen, Banken und Politik stärker zusammenführen soll.

          Der Bundesverband Crowdfunding will dabei sein neues Transparenzsiegel vorstellen, das ab sofort an qualifizierte Crowdfunding-Plattformen vergeben werden soll. Es sei das erste Transparenzsiegel im europäischen Markt für Schwarmfinanzierungen. Vergeben werden soll es nur an Mitgliedsplattformen des Verbands, weil Nichtmitglieder nicht ausreichend transparent seien.

          Anreiz für Plattformen

          „Damit gehen wir einen signifikanten Schritt voran zu noch mehr Verbraucherschutz beim gewerblichen Crowdfunding in Deutschland“, sagt Vorstandsmitglied Dirk Littig. Die Schwarmfinanzierung sei im Vergleich zu vielen herkömmlichen Anlageprodukten zwar ohnehin sehr transparent. Man wolle aber auch die vermittelnden Plattformen zu einer vorbildlich transparenten Gestaltung ihrer Geschäftstätigkeit anregen.

          Im ersten Anlauf erhielten mit 14 Mitgliedsplattformen etwa drei von vier das Siegel, weitere Plattformen strebten das Siegel ebenfalls an. Nach einem Verhaltenskodex und Berichtsrichtlinien sei das Siegel nun ein drittes Verbraucherschutz-Instrument. Damit gehe man deutlich über das gesetzlich geforderte Maß hinaus.

          Größten Wert lege man bei den Vergabekriterien auf den Datenschutz und die Frage, wie bei einer Insolvenz der Plattform verfahren wird. Weiter gehe es um aufsichtsrechtliche Angaben, Testate und Prüfberichte, Umsetzung der Berichtsstandards, das Qualitäts- und Beschwerdemanagement sowie die Kriterien der Projektauswahl und –beschreibung.

          Das Siegel wird jeweils für ein Kalenderjahr vergeben und muss danach neu beantragt werden.

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