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Aufteilung beim Hauskauf : Unser Bett, unser Tisch – mein Haus!

  • -Aktualisiert am

Es heißt, Glück verdopple sich, wenn man es teilt. Das mag stimmen. Doch wie regelt man bei einem Hauskauf die Finanzen so, dass beide Partner glücklich werden? Ein Lösungsvorschlag.

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          Liebe Leserinnen und Leser! Haben Sie die wahre Bedeutung der Überschrift des heutigen Artikels erkannt? Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, dann ich will ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Ich habe den Eindruck, dass wir Menschen vieles, aber eben nicht alles teilen. Es scheint kein Problem zu sein, Bett und Tisch miteinander zu teilen, doch beim Haus, also beim Geld, kommen Freundschaft und Liebe an ihre Grenzen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum mir in den vergangenen Tagen zwei Menschen erzählt haben, wie schwierig es war, den Kauf eines Hauses zu finanzieren. Das bot interessante Einblicke in die Untiefen menschlicher Seelen. Wegen des hohen Unterhaltungswertes will ich Ihnen die Geschichte im Detail schildern.

          Die Protagonisten sind ein „traditionelles“ Ehepaar. Er ist 38 Jahre alt und sie 36 Jahre jung. Die Eltern haben zwei Kinder, die vier und zwei Jahre alt sind. Der Mann hatte 150.000 Euro auf dem Konto, die Frau hatte 100.000 Euro auf der hohen Kante, und zwischen den Konten lagen Stacheldrahtrollen. Trotzdem hat das Ehepaar mit der Viertelmillion ein Haus gekauft, das 800.000 Euro kostete. Der „Vollzeitmann“ bringt nach Abzug aller Sozialabgaben und Steuern monatlich 6000 Euro nach Hause, und die „Teilzeitfrau“ verdient netto 2000 Euro pro Monat. Wie sieht in solchen Haushalten die „gerechte“ Finanzierung des Hauses unter dem Blickwinkel aus, dass die Ehe hält, dass sie in die Brüche geht oder dass ein Elternteil stirbt?

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