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Die Vermögensfrage : Dividendenaktien für Steuerfüchse

Das Füllhorn ausschöpfen: Um höhere Dividenden zu erzielen, kann man Steuern sparen. Bild: © Taren Riley/ImageZoo/Corbis

Einige wenige deutsche Dividendenpapiere sind steuerlich privilegiert. Auf Dividenden von Auslandsaktien greift der Fiskus dagegen oft sogar zwei Mal zu. Von der unterschiedlich großen Steuerlast kann man sich befreien.

          7 Min.

          Nicht nur der Arbeitslohn, auch der Kapitalertrag wird besteuert. Jeder Sparer darf in Deutschland jedes Jahr nur 801 Euro an Zinsen und Dividenden steuerfrei kassieren. Sobald dieser Freibetrag überschritten ist, wird 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer fällig, so dass sich ein Steuersatz von 26,38 oder – mit Kirchensteuer – rund 28 Prozent ergibt. Diese Kapitalertragsteuer wird im Regelfall von der Depot führenden Bank sofort ans Finanzamt abgeführt. Von 100 Euro Dividende kommen also nur rund 73 Euro beim Aktionär an. Diese Steuerbelastung sollte aber niemanden davon abhalten, Aktien zu kaufen.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Selbst wenn die Bundesregierung ihre Pläne umsetzen sollte und die Kapitalerträge künftig nicht mehr pauschal zu 25 Prozent, sondern mit dem meist höheren individuellen Einkommenssteuersatz zu versteuern wären, gilt: Es ergibt allein wegen der Steuer wenig Sinn, sein Anlegerverhalten zu ändern. Dem alten, ewigen Prinzip folgend: Tue nichts nur der Steuer wegen. Vorrangiges Ziel ist und bleibt, einen möglichst hohen Gewinn, also eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, ohne dabei zu hohe Risiken einzugehen.

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