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Sparverhalten der Deutschen : Die Jugend spart – das Alter konsumiert

Damals wurde das Sparen noch gelehrt: Ein Bankmitarbeiter zeigt Schulkindern im Jahr 1965, wie sie Geld zählen. Bild: Picture-Alliance

Auch die Finanzkrise hat den Deutschen das Sparen nicht austreiben können. Doch die Spargewohnheiten von jung und alt gehen auseinander. Das dürfte auch an der Erziehung liegen.

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          Geht es um das Sparen, sind die Deutschen fast immer in der Spitzengruppe zu finden – fast nirgendwo legen die Menschen so viel von ihrem Gehalt zurück wie hierzulande. Da kann kommen, was will: Auch die Niedrigzinsphase hat da nicht zu einem Umdenken geführt: Laut Vermögensbarometer des Deutschen Giro- und Sparkassenverbandes haben zwei Drittel der Deutschen ihr Anlageverhalten nicht angepasst und haben es auch nicht vor.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch was weiß man eigentlich genau darüber, wie die Deutschen sparen? Denn sparen ist nicht gleich sparen. Um zu messen, wie viel Geld zurückgelegt wird, bemühen Volkswirte die sogenannte Sparquote. Sie gibt an, wie viel Prozent vom Einkommen zurückgelegt wird. In Deutschland liegt diese Zahl bei 9,9 Prozent. Das heißt konkret: Steht dem Haushalt etwa ein monatliches Einkommen von 10000 Euro zur Verfügung, spart er jeden Monat 990 Euro. Die DZ Bank glaubt, dass dieses Jahr wieder eine Quote von mehr als 10 Prozent erreicht werden wird. Im ersten Quartal wurde genau diese Marke erreicht. Doch das Problem an dieser durchschnittlichen Zahl ist: Es gibt riesige Abweichungen von ihr nach oben und unten, daher sagt die reine Sparquote sehr wenig über die Lebenswirklichkeit vieler Menschen aus.

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