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Fragen zum Geld : Kann Sparen Spaß machen?

Mit nur drei Prinzipien kann man aus wenig Geld viel rausholen. Bild: dpa

Sparen muss weder mühsam noch anstrengend sein. Man kann auch mit wenig Geld viel erreichen. Dafür gilt es aber, einige wichtige Prinzipien konsequent umzusetzen.

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          Sparen, das klingt mühsam und anstrengend. Doch das ist Unsinn. Sparen kann ganz einfach sein und benötigt gar nicht viel Geld. Und es macht Spaß, wenn man sieht, wie das angelegte Sümmchen sich stetig vermehrt und zur schönen Summe wird. Es reichen schon 25 Euro im Monat, um nach 20 Jahren 13.000 Euro, nach 30 Jahren sogar 31.000 Euro angehäuft zu haben. Und diese 25 Euro hat doch eigentlich jeder übrig, wenn er mal ehrlich ist.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Monatlich 100 Euro ergeben nach 30 Jahren sogar 126.000 Euro. Um das zu schaffen, sollte man drei Prinzipien beachten: Früh anfangen zu sparen, regelmäßig jeden Monat sparen sowie kostengünstig und mit guter Rendite sparen. Zehn Jahre früher zu beginnen, das bedeutet in der Endbetrachtung Zehntausende Euro zusätzlich auf dem Konto.

          Schon beim Berufsanstieg anfangen

          Am besten, man fängt spätestens beim Berufsstart zumindest mit kleinen Summen zu sparen an. Im Idealfall haben das schon die Eltern oder Großeltern für die Kinder gemacht. Die Regelmäßigkeit zwingt einen, das Sparen nicht von der aktuellen Kassenlage abhängig zu machen. Sonst findet man immer Gründe, gerade kein Geld übrig zu haben.

          So trickst man sich aus: Man lässt jeden Monatsanfang gleich nach dem Gehaltseingang einen festen Betrag zum Sparen abbuchen. Dann gewöhnt man sich gar nicht erst daran, dass dieses Geld zum Ausgeben zur Verfügung steht. Jede Gehaltserhöhung fließt zu einem Teil oder ganz in eine höhere Sparrate. Die automatische Abbuchung verhindert, dass man die Monatsrate vergisst. Außerdem nimmt sie eine Menge Arbeit ab. Am besten funktioniert das mit einem Sparplan, der jeden Monat einen festen Betrag anlegt. So etwas bieten viele Banken an.

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          Bleibt nur noch die Frage, wohin das abgebuchte Geld fließen soll. Tagesgeld oder Sparbriefe werfen heute keine Zinsen mehr ab, man sollte daher Fonds kaufen. Am besten Aktienfonds, die bringen vor Steuern durchschnittlich sechs bis acht Prozent im Jahr. Das Risiko solcher Fonds ist klein, denn gespart werden sollte auf 20 oder 30 Jahre. In diesen Zeiträumen machten Aktienfonds bisher immer Gewinn, trotz zwischenzeitlicher Börsencrashs.

          Wer trotzdem zu ängstlich ist, kann Mischfonds erwerben, die zu den Aktien noch ein paar Anleihen beinhalten. Am besten wählt man nicht nur einen Fonds, sondern mehrere, um die Risiken zu verteilen. Man kann in mehrere Regionen der Welt investieren, zum Beispiel Europa, Amerika und die Schwellenländer. Und einen Immobilienfonds dazupacken. Um nicht den Sparerfolg durch zu hohe Kosten zu schmälern, sollten Anleger Indexfonds (ETF) kaufen, die einen Index 1:1 abbilden und sehr kostengünstig sind. Und sie sollten die Geldanlage in einem gebührenfreien Depot verwalten, das viele Online- und ein paar wenige Filialbanken anbieten.

          Dies ist eine von 40 Fragen zum Geld aus der aktuellen F.A.S. Sie können sie hier im E-Paper lesen.

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