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Die Vermögensfrage : So rechnen Rentner und Pensionäre mit dem Finanzamt ab

  • -Aktualisiert am

Selbst nachrechnen mit dem Finanzamt kostet Zeit und Nerven, aber lohnt sich oft. Bild: Getty

Immer mehr Ruheständler rutschen in die Steuerpflicht. Doch selbst wenn Rentner und Pensionäre eine Steuererklärung machen müssen, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch einen Obolus entrichten müssen.

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          Eigentlich könnte der Ruhestand so schön sein. Keine langweiligen Sitzungen, keine nervigen Kollegen und kein frühmorgendliches Aufstehen mehr. Und zum 1. Juli werden die Renten wieder einmal erhöht. Doch die Freude über das Plus auf dem Konto dürfte bei einigen Rentnern getrübt sein. Denn aufgrund der Rentenerhöhung müssen nach Informationen des Bundesfinanzministeriums rund 48.000 Steuerpflichtige mit Renteneinkünften erstmals Steuern zahlen, im vergangenen Jahr waren es aufgrund des Rentenplus 54.000. Allein die Rentenerhöhung 2016 hat dem Finanzministerium nach eigenen Schätzungen 2017 Steuermehreinnahmen von 720 Millionen, 2018 von 730 Millionen Euro beschert.

          Eine steigende Anzahl von Ruheständlern wird sich also neben Sudoku oder Kreuzworträtseln künftig zumindest einmal im Jahr einer Denksportaufgabe der anderen Art widmen müssen: der Abrechnung mit dem Finanzamt. „Für immer mehr Ruheständler entwickelt sich das Finanzamt zum lebenslangen Begleiter“, sagt Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. Doch auch wenn Rentner und Pensionäre verpflichtet sind, die Bögen für das Finanzamt auszufüllen, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch einen Obolus entrichten müssen. Denn sie können das Finanzamt an einer ganzen Reihe von Ausgaben beteiligen – etwa für Handwerker, einen Pflegedienst, Medikamente oder Spenden.

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