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Girokonto und Tagesgeld : So lassen sich Negativzinsen vermeiden

Frankfurt von oben – und die Europäische Zentralbank im Blick. Bild: Maria Klenner

Immer mehr Banken belegen Giro- und Tagesgeldkonten mit Negativzinsen. Das ist ärgerlich – doch es gibt Ausweichmöglichkeiten.

          7 Min.

          Am Anfang betrafen die Negativzinsen nur Leute, die gewaltige Summen auf ihren Konten bunkerten. Wer mehr als eine halbe Million Euro auf dem Tagesgeldkonto stehen hatte, der musste auf einmal ein Entgelt dafür berappen, dass die Bank sein Erspartes zur Aufbewahrung akzeptierte. So hatte es die kleine Skatbank in Thüringen, ein Vorreiter in Sachen Negativzinsen in Deutschland, vor mehr als fünf Jahren beschlossen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Mittlerweile verlangen mehr als 260 Banken in Deutschland Negativzinsen, davon 165 auch von Privatkunden. Von den großen Banken ist beispielsweise die Deutsche Bank dabei, wenn jemand mehr als 100.000 Euro hinterlegt. Gleiches gilt für die Berliner Volksbank, das ist Deutschlands größte Volksbank. Die Commerzbank langte bisher ab 250.000 Euro zu. Vom 1. Oktober an senkt die gelbe Großbank die Grenze nun auch auf 100.000 Euro. Der Satz des früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, dass die von ihm bei der Notenbank eingeführten Negativzinsen „für die Banken“ seien, „nicht für die Menschen“, hat sich als hinfällig erwiesen. Und die Beträge, von denen an die Gebühren fällig werden, sinken immer weiter. Es ist die Rede davon, der Negativzins fresse sich bis weit in die Mittelschicht.

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