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Geldanlage : Warum Diamanten an Strahlkraft verlieren

Schön, aber den Preis wirklich wert? Für 71,2 Millionen Dollar konnte der „Pink Star“ Diamant bei einer Auktion in Hong Kong ersteigert werden. Bild: AP

So schön sie auch funkeln und glänzen – die Nachfrage nach den Edelsteinen schwächelt. Anleger sollten sie ohnehin nur mit Vorsicht genießen: Denn nicht jeder Stein kommt aus der Erde.

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          Ameisen sind nur wenige Millimeter groß und dennoch wahre Transportkünstler. Ohne Weiteres können sie ein Vielfaches des eigenen Gewichts tragen wie sperrige Blätter und andere Pflanzenteile, dicke Raupen oder große Krümmel. Auf wertvolle Fracht ganz anderer Art hatte es kürzlich eine Ameise in New York abgesehen. Ein Diamantenhändler beobachtete das kleine schwarze Insekt bei dem Versuch, sich mit einem für seine Verhältnisse großen, weißen Diamanten aus dem Staub zu machen. Der Mann zückte rasch sein Handy, filmte diesen spektakulären Fluchtversuch und stellte ihn danach ins Netz.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Bis ein Diamant jedoch erst einmal bei einem Händler oder in der Werkstatt eines Juweliers landet, hat der Edelstein einen langen Weg hinter sich und ist zudem viele Millionen oder sogar Milliarden von Jahren alt. Die aus Kohlenstoff bestehenden Diamanten entstehen meist in großer Tiefe durch enormen Druck und extreme Temperaturen oder auch durch Meteoriteneinschläge. Nach oben befördert werden sie durch vulkanische Aktivität, zuweilen oft überschallschnell. Typischerweise stammen Diamanten, die für die Produktion von Schmuck groß genug sind, aus Tiefen von rund 150 bis zu 660 Kilometern. Neue Studien berichten von besonders wertvollen, blauen Diamanten, aus noch größerer Tiefe – aus dem unteren Erdmantel, unterhalb von 660 Kilometern. Die ältesten Diamantenfunde sollen im vierten Jahrtausend vor Christus in Indien stattgefunden haben.

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          Danika Maia

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