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Investmentfonds : „Renditen von Immobilienfonds werden nicht sprunghaft sinken“

An den Highlight Towers in München ist de Fonds Hausinvest beteiligt. Bild: Picture-Alliance

Der Ansturm auf Immobilienfonds ist ungebrochen. Die Prognosen für dieses Jahr sehen nicht schlecht aus. Auch wenn die Renditen sind mehr so hoch sind wie in den vergangenen Jahren.

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          Der Ansturm der Anleger auf Immobilienfonds ist offenbar ungebrochen. In aller Welt wurde 2019 sogar der Rekord bei den Zuflüssen aus dem Jahr 2008 übertroffen, wie der Informationsdienstleister Prequin berechnet hat. Im vergangenen Jahr sammelten die Fonds demnach 151 Milliarden Dollar ein, im bisherigen Rekordjahr waren es 148 Milliarden Dollar gewesen. Auch für Deutschland berichtet Sonja Knorr vom Analysehaus Scope von weiter hohen Zuflüssen und einem starken Andrang der Anleger. „Was hinzugekommen ist, sind die neuen Fonds sowohl von etablierten Anbietern offener Immobilienpublikumsfonds wie auch von Immobilienhäusern, die versuchen, diese Anlagekategorie zu besetzen“, sagte Knorr.

          Zum Teil Zuflüsse künstlich gedrosselt

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Mittelzuflüsse würden von den Fondsgesellschaften weiter zum Teil künstlich begrenzt. So habe beispielsweise die Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka ihren Europa-Fonds für neue Gelder gesperrt, ausgenommen seien nur Sparpläne und Wiederanlage. Stattdessen bringe sie neue Produkte. Der große Fonds „Hausinvest“ der Commerzbank-Tochtergesellschaft Commerz Real habe sich für Wohnimmobilien geöffnet, gemeinsam mit der Gesellschaft Wertgrund, und habe 2019 enorme Mittelzuflüsse generiert und auch im großen Stil investiert. Die Fonds „Grundbesitz Europa“ der DWS und „UniImmo: Wohnen ZBI“ von Union Investment könnten voraussichtlich sogar mehr als 1,5 Milliarden Euro neu eingesammelt haben.

          Fonds „Hausinvest“ beteiligt sich an Kaufhof-Filialen 

          Commerz Real jedenfalls berichtet für den „Hausinvest“ von Mittelzuflüssen von rund 1,4 Milliarden Euro, nach 900 Millionen Euro im Vorjahr. Im vergangenen Jahr habe es An- und Verkäufe von Objekten im Wert von 7,1 Milliarden Euro gegeben. Beispiele seien der Erwerb eines "Millennium"-Portfolios aus 49 Immobilien in deutschen Premiumlagen für 2,7 Milliarden Euro, die Beteiligung an zehn Kaufhof-Warenhäusern in den Innenstädten der fünf wichtigsten deutschen Metropolen für 412 Millionen Euro sowie die Veräußerung eines Portfolios aus sechs Büroimmobilien in den Niederlanden für 370 Millionen Euro. Die Wertentwicklung des Fonds habe zum 31. Dezember bei 2,5 Prozent pro Jahr gelegen, nach 2,1 Prozent im Vorjahr. Zudem sei die Liquiditätsquote auf rund 10 Prozent gesenkt worden. „Gleichzeitig konnten wir durch eine höhere Fremdkapitalquote den Leverage, also den Hebel, auf rund 15 Prozent steigern und damit das historisch niedrige Zinsniveau langfristig für den Fonds sichern“, sagte Andreas Muschter, der Vorstandschef der Commerz Real.

          Eine Verdoppelung des Fondsvolumens teilte am Dienstag unterdessen die Kan Am Grund Gruppe für den offenen Immobilienfonds „Leading Cities Invest“ mit. Er habe rund 250 Millionen Euro neue Anlegergelder eingesammelt.
          Scope prognostiziert, dass sich das Renditeniveau offener Immobilienfonds nicht sprunghaft ändern werde. Mittelfristig erwarte man „stabile bis leicht rückläufige“ Renditen. Die Gründe dafür: Das Potential durch Wertzuschreibungen sei nahezu ausgeschöpft. Hinzu komme, dass neu angekaufte Objekte zu hohen Preisen und damit auf einem vergleichsweise niedrigen Renditeniveau erworben würden.

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