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Nebenkosten verringern : Achtung, Kostenfalle Hauskauf!

  • -Aktualisiert am

Was soll es kosten? Neubauten in Berlin Karlshorst. Bild: Picture-Alliance

Beim Immobilienkauf kassieren viele mit: Makler, Notare und der Staat. Diese Nebenkosten halten viele vom Kauf ab. Doch es geht auch günstiger.

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          Hier klagt fast jeder über die hohen Wohnkosten. Mal lauter, mal weniger laut. Und wenn zur Attacke auf überhöhte Preise geblasen wird, marschieren Politiker vorneweg und geißeln alle für die steigenden Immobilienpreise. Nur sich selbst nicht. Die eigene Rolle sparen Parlamentarier, Ministerpräsidenten und Bürgermeister gern aus. Dabei verdient der Staat prächtig an den steigenden Immobilienpreisen in den Großstädten und sorgt selbst noch dafür, dass die Wohnkosten weiter steigen. Die meisten Bundesländer haben die Grunderwerbsteuer innerhalb von zehn Jahren deutlich erhöht. Zusammen mit Maklerprovision, Notarkosten und dem Grundbucheintrag muss der Immobilienkäufer an Nebenkosten schon bis zu 15 Prozent auf den Kaufpreis aufschlagen.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das hält viele vom Eigenheim fern. Nicht einmal jeder Zweite besitzt Wohneigentum – und trotz guter Finanzierungsbedingungen werden es höchstens in höheren Einkommensgruppen mehr. „Wir haben keine steigende Eigentümerquote, obwohl die Zinsen so niedrig sind“, sagt Ralph Henger, Ökonom am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Das hängt für Henger auch mit den hohen Nebenkosten in Deutschland und deren großer Rolle für den Immobilienkauf zusammen.

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