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Auch für Privatkunden : Warum es Negativzinsen auf Girokonten schon ab 5000 Euro geben soll

„Rund 1000 Privatkunden betroffen“: Die Bremische Volksbank gibt Negativzinsen an ihre Kunden weiter. Bild: imago

Immer mehr Banken führen Negativzinsen auch für Privatkunden ein. Wer in welchem Umfang betroffen sein könnte, ist allerdings unterschiedlich. Die Bundesregierung will jetzt für rechtliche Klarheit sorgen.

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          Rund sechs Jahre nach der Einführung von Negativzinsen durch die Europäische Zentralbank breiten sich Negativzinsen und Verwahrentgelte der Banken für Privatkunden immer weiter aus – und rufen die Bundesregierung auf den Plan. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Rechtmäßigkeit von Negativzinsen prüfen lassen und schließt ein staatliches Eingreifen wegen der Belastungen für die Sparer nicht aus. Es sei für Banken allerdings „schon auf Basis der geltenden Rechtslage mit hohen rechtlichen Risiken behaftet, innerhalb bestehender Verträge die Aufwendungen für Negativzinsen einseitig an ihre Kunden weiterzugeben“. Das Ministerium bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Passauer Neuen Presse“.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Oftmals sind die Regelungen allerdings relativ kompliziert und treffen keineswegs alle Kunden gleich. Am Montag vermeldete beispielsweise das Internetportal Verivox, die Bremische Volksbank weise in ihrem Preisaushang seit Freitag Negativzinsen von 0,5 Prozent für private Girokonten aus und begrenze den Freibetrag bei vier von fünf Kontomodellen auf nur 5000 Euro. Einzig beim Premiumkonto werde ein Freibetrag von 10.000 Euro gewährt. Auf Tagesgeld werde der Negativzins von einem Freibetrag von 100.000 Euro an erhoben.

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