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Neue Kontonummer : Drei Viertel der Deutschen kennen ihre IBAN nicht auswendig

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Immer noch ein Problem: Die IBAN. Bild: dpa

Kontonummer und Bankleitzahl haben seit Februar ausgedient. Doch die lange IBAN ist in vielen Köpfen noch nicht angekommen. Dabei gibt es einen Merktipp.

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          Die 22-stellige internationale Kontonummer IBAN ist offenkundig nicht besonders einprägsam. Gut zwei Monate nach der verbindlichen Einführung auch für private Überweisungen können drei Viertel der Deutschen ihre IBAN nicht auswendig, wie eine repräsentative Yougov-Umfrage ergab.

          Die Institutskennung BIC ist sogar vier von fünf Befragten nicht präsent. Gut jeder Dritte kennt demnach jedoch auch seine alte Kontonummer nicht auswendig. Eine Mehrheit der Befragten fühlt sich nach der Umfrage ausreichend über die Sepa-Umstellung informiert, die Älteren mehr als die Jüngeren.

          Das neue europäische Zahlungsverfahren Sepa (Single Euro Payments Area) war für Unternehmen und Vereine 2014 eingeführt worden, für Verbraucher zum 1. Februar 2016. Die IBAN (International Bank Account Number) soll dazu beitragen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen.

          So merken Sie sich die IBAN

          Gedächtnistrainer empfehlen, sich die IBAN zu merken, indem man sich eine kleine, verrückte Geschichte ausdenkt: Eine ausführlichere Anleitung finden Sie auch bei uns.

          In den bisher teilnehmenden 34 Staaten kann die IBAN bis zu 34 Stellen umfassen. In Deutschland beginnt sie mit der Länderkennung „DE“. Es folgt eine individuelle zweistellige Prüfziffer, die vor Zahlendrehern schützt. Danach folgen die bisherige Bankleitzahl und abschließend die bisherige Kontonummer. Hat die Kontonummer weniger als zehn Ziffern, werden die fehlenden Zahlen zwischen Bankleitzahl und Kontonummer mit Nullen aufgefüllt, um insgesamt auf die 22 Stellen zu kommen.

          Der Business Identifier Code identifiziert Kreditinstitute weltweit. Die ersten vier Stellen entsprechen der Bankbezeichnung, es folgen der Ländercode, eine zweistellige Ortsangabe und die Filialbezeichnung.

          Yougov befragte vom 5. April bis 8. April in Online-Interviews 1279 Erwachsene. Gefragt wurde:

          • „Im Februar ging mit der endgültigen Umstellung von alten Bankleitzahlen und Kontonummern auf IBAN und BIC das europäische SEPA-Verfahren zur Vereinheitlichung von Überweisungen und Lastschriften weiter. Ganz allgemein: Fühlen Sie sich ausreichend über SEPA und die Folgen für Verbraucher und Unternehmen informiert?“ Antwortmöglichkeiten: „Ja“ (51 Prozent), „Nein“ (38 Prozent), „Weiß nicht/Keine Angabe“ (11 Prozent).
          • „Welche der folgenden Nummern ihres Haupt-Bankkontos kennen Sie auswendig? Bitte wählen Sie alle Nummern aus, die Sie aufschreiben könnten, ohne irgendwo nachzusehen!“ Anwortmöglichkeiten: „Meine Kontonummer (altes Format)“ (62 Prozent), „Die Bankleitzahl (altes Format)“ (52 Prozent), „Die IBAN“ (24 Prozent), „Die BIC“ (18 Prozent), „Keine davon“ (23 Prozent), „Weiß nicht/Keine Angabe“ (5 Prozent).

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