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Lebensversicherungen : Drei Prozent sind noch drin

Letzte Rettung: Lebensversicherungen retten in diesen Tagen auch so manchen frustrierten Sparer. Bild: Getty

Lebensversicherungen wurden lange totgesagt. In Zeiten von Negativzinsen bieten Versicherungen aktuell jedoch eine scheinbar lohnende Verzinsung. Deshalb finden sie jetzt auch neue Anhänger. Zu Recht?

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          Vor gerade einmal zwei Wochen mussten die leidgeplagten Sparer eine weitere schlechte Nachricht verkraften: Auch die letzte Bundesanleihe, die mit 30 Jahren Laufzeit, hatte keine positive Verzinsung mehr. Wer sie kauft, macht nun garantiert Verlust. Der jahrelange Trend stetig sinkender Renditen hatte einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In diesem Umfeld erlebt ausgerechnet die schon tot geglaubte Lebensversicherung eine kleine Renaissance. Schon 2018 war das erste Jahr seit langem, in dem Lebens- und Rentenversicherungen mit laufenden Beiträgen – das typische Altersvorsorgesparen – mehr gefragt waren als im Vorjahr. Die eingezahlten Beiträge stiegen nach Verbandszahlen um drei Prozent. Zuvor hatte es stete Rückgänge gegeben, weil die Verzinsung immer unattraktiver wurde. Auch im ersten Halbjahr dauerte der positive Trend an. Der Grund für den kleinen Aufschwung: Die Verzinsung von Versicherungen mit derzeit zwei bis drei Prozent im Jahr erscheint in diesen Zeiten von Negativzinsen plötzlich wieder vergleichsweise hoch. Zumindest für die vorsichtigen Sparer, die keine Aktien kaufen wollen.

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